FlatPress My FlatPress blog FlatPress Admin 2020 2020-10-29T20:37:02+00:00 Admin ~/ Meine Taufe ~/?x=entry:entry201023-102517 2020-10-23T10:25:17+00:00 2020-10-23T10:25:17+00:00

Erinnerst du dich an deine Taufe? Nein? Ich erinnere mich auch nicht. Aber dafür gibt es zum Glück ein schönes Fotoalbum, wo ich nachschauen kann. Und das ist ganz schön spannend, denn es gibt einiges zu entdecken. Auf den Fotos habe ich entdeckt, dass auch eine weitere Familie bei der Tauffeier dabei war. Frauke wurde an dem gleichen Tag getauft wie ich. Damals waren wir noch Babys und heute sind wir Freundinnen, die das gleiche Taufdatum verbindet. 
Auf den Fotos bin ich auch mit meinen beiden Patentanten Therese und Christa zu sehen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass meine Eltern sich für den Namen “Theresa Christin” entschieden haben. Und das nicht ohne Grund. Fällt es euch auf? Ich bin nach meinen beiden Patentanten benannt. Auf dem Foto schauen sie sehr stolz in die Kamera. Tante Therese vielleicht sogar ein bisschen mehr als Tante Christa, denn ich bin bis heute ihre einzige Patentochter.

Es ist auch sehr lustig zu gucken, was die Gäste damals auf den Fotos so zum Anziehen trugen, oder was diese für Frisuren hatten. Die Mode von vor ca 9 Jahren ist ja nicht mehr die Mode vom Jahr 2020. Meine Taufe war im Jahr 1994. Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie komisch die aus heutiger Sicht aussehen.
Also… warum fragst du nicht mal deine Eltern nach deinem Fotobuch? Schaut es euch zusammen an. Frag nach, ob etwas lustiges, etwas schönes, etwas besonderes bei deiner Taufe passiert ist. Du kannst ja auch deine Paten interviewen, woran diese sich erinnern können.
Vielleicht kann ich nochmal kurz aus dem Nähkästchen plaudern und euch zum Fotos gucken ermutigen: Es gibt ein richtig lustiges Foto von der Taufe meiner Schwester. Ein echter Schnappschuss! Meine Eltern stehen gemeinsam Pastor Sander und dem Taufbecken gegenüber. Meine Mama hält meine Schwester im Arm und ihr ist anzusehen, dass sie sich auf die Worte von Pastor Sander konzentriert. Mein Papa schaut ebenfalls sehr konzentriert und andächtig aus, mit dem kleinen Unterschied, dass er den Arm zur Seite hält und meinen Bruder an seinen blonden Haaren festhält. Dieser versuchte nämlich genau in dem Moment wegzulaufen.
Außer dem Fotoalbum ist es bestimmt auch spannend, einen Blick in das Familienstammbuch zu werfen. Wenn du dich fragst, was das ist… Frag deine Eltern und wagt einen gemeinsamen Blick hinein.

Was Du tun kannst:
Du kannst dir ein Weihwasserbecken für zu Hause basteln. Zum Beispiel aus farbiger Modelliermasse. Die ist einfach zu formen, man kann die Farben sogar mischen und wenn du es im Ofen backst, wird es schön hart. Es ist eine super Alternative zu Ton, denn kaum jemand hat einen Töpferofen zu Hause. 
Alternativ könnt ihr auch ein Glasschälchen mit Window-Colour anmalen.

Du kannst dich mit Weihwasser bekreuzigen und dich dabei ganz bewusst an deine Taufe erinnern. Dazu kannst du sprechen: “Dein bin ich. Reinige mich. Stärke mich. Beschütze mich.”

Gut zu wissen:
Wo gibt es Weihwasser? Also geweihtes Wasser? In der Kirche gibt es an drei Orten Weihwasser. An den Ein- und Ausgängen, um sich beim Betreten und beim Hinausgehen zu bekreuzigen und sich so unter den Segen Gottes zu stellen. Dann natürlich im Taufbecken. Und außerdem in einem Gefäß, meist ein Tonkrug mit Deckel, aus dem sich jeder Weihwasser in ein eigen mitgebrachtes Gefäß abzapfen kann.
Du kannst dich ja auf Entdeckungstour in eine Kirche begeben und dir Weihwasser abfüllen, um es mit nach Hause zu nehmen.
Wundere dich nicht: An den Ein- und Ausgängen sind die kleinen Weihwasserbecken momentan nicht gefüllt. Du kannst dir vielleicht schon denken warum: Es ist “Coronazeit”. Nichtsdestotrotz kannst du dich ja einfach so bekreuzigen.

Wasser ist ein Lebenselixier. Kennst du vielleicht die Rose von Jericho? Meine Schwester hat sich als Kind eine von unserer Mama gewünscht, als wir auf Libori auf dem Pottmarkt waren. Denn dort gab es einen Blumenstand, die die Rose von Jericho anpriesen als ganz besondere Pflanze. Und das ist sie tatsächlich. Sie sieht aus wie ein zertrockneter Knäuel aus kleinen Zweigen. Für mich sieht es sogar aus wie vertrocknete Lebensbaumhecke. Wer es nicht weiß, hätte dieses Knäuel bestimmt schon in der grünen Tonne entsorgt. Aber es steckt Leben in ihr! Wenn ,am sie in eine Schale legt und mit warmen Wasser übergießt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. In kurzer Zeit entfaltet sie sich und wird grün. Das Wasser erweckt sie zum Leben. Probiert es doch mal aus! Frag im Blumengeschäft oder Gartenmarkt, ob sie eine Rose von Jericho haben. Bestimmt bestellen Sie sie auch für Dich, dass du sie später abholen kannst. Es ist echt ein faszinierendes Experiment!

Taufkerze und Chrisam ~/?x=entry:entry201016-112208 2020-10-16T11:22:08+00:00 2020-10-16T11:22:08+00:00

Heute gucken wir weiter bei den Zeichen der Taufe, und ich mag Euch nun die Taufkerze und das Chrisam erklären.
Wir nutzen oft Kerzen im Zusammenhang mit Religion und Kirche. Sie geben eine heimelige Atmosphäre - vielen Menschen hilft das Ritual, eine Kerze anzuzünden, um ruhiger zu werden. Auch bei den Gottesdiensten in der Kirche brennen Kerzen. Kennst Du auch eine Jesuskerze? Wenn sich eine Gruppe von Menschen versammelt und gemeinsam über den Glauben sprechen oder beten will, entzünden sie oft in ihrer Mitte eine Kerze als Zeichen für Jesus. Ich mag dazu zwei Bibelstellen zitieren: “Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.” - Wir dürfen also ganz fest daran glauben, dass Jesus bei uns ist, wenn wir über oder mit ihm sprechen. Die zweite Bibelstelle ist: “Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt!” - Deswegen haben die Menschen schon immer gerne Kerzen genommen, um sich daran zu erinnern, dass Jesus da ist, wenn wir miteinander reden, beten, glauben.
Die Taufkerze erinnert auch daran. Jesus ist bei diesem Kind, und er möchte das Leben dieses Kindes hell machen. Sie ist aber auch ein Auftrag, den Jesus jedem und jeder von uns mitgegeben hat - und das ist die dritte Bibelstelle: “Ihr seid das Licht der Welt!” Durch das Kind, durch jeden Christ / jede Christin soll die Welt ein bisschen heller werden.
Chrisam, das ist nun wieder ein ganz fremdes Wort. Es kommt auch wieder aus dem Griechischen - und fängt gleich an wie “Christus”. Christus bedeutet “der Gesalbte” und Chrisam ist das entsprechende Öl, das man dafür verwendet, das Salböl.. Wir bekommen Anteil an all dem, was Jesus Christus ausmacht,
Im Judentum - und Jesus war ja Jude - wurden drei Menschengruppen gesalbt: Priester, Könige und Propheten. In Jesus ist das nun alles zusammengekommen, Er ist der höchste und wichtigste Priester, König und Prophet. Und weil wir zu ihm gehören, werden auch wir in der Taufe zu Priestern, Königen und Propheten gesalbt.
Priester - jede und jeder von uns kann Priesterliches tun: Beten, in der Bibel lesen, miteinander Gottesdienst feiern.
Prophet - was uns ganz tief in unserem Herzen berührt, was wir in unserer Freundschaft mit Jesus, mit Gott verstanden haben - davon dürfen wir weiter erzählen.
König - jede und jeder von uns ist wichtig und besonders! Auf Dich und mich kommt es an! Du und nur Du kannst das tun, was Du eben tun kannst.
Wenn ich darüber nachdenke, werde ich gleich wieder ein Stückchen größer. Ich wachse innerlich, denn es tut mir gut: Ich bin zur Priesterin, zur Prophetin und zur Königin gesalbt!
Ich merke, dass ich damit auch eine wichtige Aufgabe bekomme, denn es ist nicht egal, was ich tue und was ich sein lasse. Überheblich werden lassen mich diese Gedanken aber nicht. Denn ich weiß: Meine Nachbarin, der Klassenkamerad, die Menschen, die mir begegnen - Jede und jeder ist ja ein Gesalbter …
Hmm … Dann kann man doch mit denen, die nicht getauft sind, ganz anders umgehen …. oder?
Früher dachte man tatsächlich so! Deswegen kann man in den Geschichtsbüchern viele unangenehme Dinge lesen, die wir heute einfach nicht mehr begreifen. Wie konnten die nur?
Glücklicherweise hat sich das geändert! Bis dahin, dass die Menschen, die damals unser Grundgesetz geschrieben haben, den Gedanken der “Königswürde” in “Menschenwürde” umgedeutet haben. Die Menschenwürde ist unantastbar! Daran muss sich jede und jeder halten, wer in Deutschland leben will.
Und wer Christ oder Christin sein will, kann innerlich wachsen an dem Gedanken: Ich bin etwas besonderes! Und gleichzeitig weiß er/sie: Der Mensch mir gegenüber ist auch etwas besonderes.

Was Du tun kannst:
- Deine Taufkerze suchen und anschauen
- Gespräch: Was bedeutet Euch das Priester/Priesterin sein, König/Königin, Prophet/Prophetin?
- Beten: Danken, dass Gott mich zum Priester/Priesterin, König/Königin, Prophet/Prophetin macht.
- Malen: Dich als Königin, Priester, Prophetin …
- …

Lieber Gott,
ich bin Dein Kind.
Das bedeutet:
ich bin wichtig.
Ich bin besonders.
Es kommt auf mich an.
Ich habe eine Aufgabe in meinem Leben,
die niemand anders erfüllen kann.
Hilf mir dabei,
meine Lebensaufgabe zu entdecken.
Hilf mir dabei,
jeden Tag als Getaufte / Getaufter
zu nutzen.
Amen

Was das Taufwasser und das Weiße Kleid bedeuten ... ~/?x=entry:entry201009-115022 2020-10-09T11:50:22+00:00 2020-10-09T11:50:22+00:00

Es gibt sechs Zeichen, die bei der Taufe sehr wichtig sind. Es sind sogenannte „äußere Zeichen“, das heißt, jemand tut etwas, oder hat etwas an, das wir sehen können. Diese sind: 
Das Kreuzzeichen. Am Anfang macht der Priester dem Kind ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Auch die Eltern und die Paten sind anschließend dazu aufgefordert, dem Kind ebenfalls ein Kreuzzeichen auf die Stirn zu zeichnen. Das heißt, das Kind bekommt Gottes Siegel. Jeder, der Christus zum Freund haben möchte, bekommt dieses Zeichen, das ein wichtiges Merkmal ist. Falls du dich fragst, was ein Siegel ist: Pferde haben zum Beispiel ein Siegel eingebrannt, dass zeigt, aus welchem Stall sie ursprünglich kommen. Schafe haben zum Beispiel eine Ohrmarke mit einer Nummer darauf. Diese Nummer ist einem bestimmten Bauern zugeordnet und man kann zurückverfolgen, in welchem Stall es geboren worden ist.
Das Katechumenenöl. Früher wurden Kämpfer mit Öl eingerieben. Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn der Gegner dann versucht hat, ihn zu packen, zu greifen? Seine Hände sind immer wieder von ihm abgerutscht. Damals, wenn zum Beispiel Erwachsene sich taufen lassen wollten, hatten auch diese, so wie ihr jetzt, eine Vorbereitungszeit. Und zu Beginn der Vorbereitungszeit wurden diese dann mit Katechumenenöl gesalbt, das heißt, sie haben es auf die Stirn gerieben bekommen. Das ist ein Zeichen dafür, dass er vor dem Bösen geschützt sein soll. So wie damals bei den Kämpfern, der Gegner ihn nicht packen konnte, weil er immer wieder abgerutscht ist, so soll auch das Böse an ihm abrutschen. Heute geschieht diese Salbung meist direkt vor der Taufe. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du bei deiner Taufe mit Katechumenenöl gesalbt worden bist.
Das Taufwasser. Das Taufwasser wird zu Beginn der Feier geweiht. Der Priester bittet stellvertretend für uns alle Gott darum, dass die Täuflinge den Heiligen Geist empfangen. Höhepunkt der Taufe ist das  dreimalige Übergießen des Täuflings mit dem Taufwasser und dem dazu gesprochenen Worten: „Ich taufe dich – im Namen des Vaters – und des Sohnes – und des Heiligen Geistes.“ Dort, wo gerade die „Bindestriche“, also: - - -, stehen, könnt ihr euch vorstellen, dass dann der Priester eine kurze Sprechpause macht, um etwas Wasser über den Kopf des Täuflings zu gießen.
Natürlich wird der Täufling auf einen Namen getauft, auf den sich die Eltern geeinigt haben. Ich wurde auf den Namen „Theresa Christin“ getauft. Aber eigentlich trägt jede und jeder nach der Taufe den Namen „Christ“ oder „Christin“. Es ein Ehrenname, oder auch ein Familienname der Christen und Christinnen auf der ganzen Welt. Denn wir sind auf Jesus Christus getauft und tragen nun seinen Namen.
Warum taufen wir denn nun mit Wasser? Warum ist Wasser so wichtig? Ohne Wasser gibt es kein Leben. Taufe hat etwas mit Leben zu tun, mit dem Leben mit Gott. Aber im Alltag ist Wasser einfach lebensnotwendig. Überlege mal, ab dem Zeitpunkt, den du morgens aufwachst, an einem ganz normalen Tag… Wofür benutzt du Wasser? Hände waschen, Gesicht waschen, Zähne putzen, Toilettenspülung, trinken… Deine Eltern nutzen die Spülmaschine und Waschmaschine.. All diese Sachen haben eine Gemeinsamkeit: Sie reinigen, sie machen etwas sauber, damit etwas aussieht “wie neu”. So ist es auch in der Taufe. Das vorherige Leben wird “abgewaschen” und man ist bereit für ein Leben mit Gott. Man strahlt förmlich.. Doch wie das?
Nach der Taufe wird das Taufkleid angezogen oder auch nur symbolisch über den Täufling drüber gelegt. Dazu spricht der Priester: „Dieses weiße Kleid soll dir ein Zeichen dafür sein, dass du in der Taufe neu geschaffen worden bist und – wie die Schrift sagt – Christus angezogen hast. Bewahre diese Würde für das ewige Leben.“ Und warum strahlt nun der Täufling, wenn er das Taufkleid angezogen hat? Das Taufkleid ist weiß. Weiß ist nunmal eine strahlende, sogar die hellste Farbe überhaupt. Sie ist die Farbe der Freude und des Friedens. Nicht nur bei der Taufe wird ein weißes Kleid angezogen. Auch bei der Erstkommunion wird ein weißes Kleid oder ein weißes Gewand angezogen. Vielleicht erblickst du im Wohnzimmer auch ein Bild von der Hochzeit deiner Eltern. Richtig, deine Mama, trägt auf dem Foto als Braut vermutlich ebenfalls ein weißes Kleid. Immer wieder ist das weiße Kleid ein Zeichen dafür, dass eine neue Stufe des Lebens, des Lebens mit Gott betreten wurde.
Das Chrisamöl und die Taufkerze. Was hinter diesen Zeichen steht erklärt Dir Frau Groß in der kommenden Woche.

Matthäus 28, 18-20

Ein erster Blick auf die Taufe ~/?x=entry:entry201005-104416 2020-10-05T10:44:16+00:00 2020-10-05T10:44:16+00:00

Heute beginnen wir mit unserem Gang durch die Kirche. Kennst Du „Deine“ Kirche schon? Die meisten unserer Dörfer haben ja eigene Kirchen, und wenn das eine Pfarrkirche ist (sind die meisten), dann hat sie auch ein Taufbecken. 
Das ist der erste Ort, den wir in der Kirche aufsuchen. Auf unserem Weg bis zur Erstkommunion – aber auch bei unserem ersten Kirchenvideo. Und auf unserem Weg als Christ.
Die Taufe ist sozusagen das Tor, durch das man geht, um offiziell Christ zu sein und auch die anderen Sakramente – z.B. die Kommunion, empfangen zu können.
Ein Sakrament ist ein heiliges Zeichen: Da wird nicht nur das gesagt, sondern auch etwas getan. Und durch dieses Tun und Sprechen geschieht etwas ganz Besonderes: Gott handelt.
Insgesamt sieben Sakramente gibt es. Drei davon sollen helfen, in das Leben als Christ hineinzufinden: Die Taufe, die Firmung* und die Eucharistie*. Die Eucharistie empfangen wir in der Kommunion, immer wieder. Auf den ersten Empfang bereitest Du Dich ja gerade vor. Auch auf die Beichte werden wir in einigen Wochen noch zu sprechen kommen – ein weiteres der Sakramente.
Dann gibt es das Ehesakrament und die Priesterweihe und schließlich die Krankensalbung. Manche Sakramente werden nur einmal empfangen. Die Kommunion, Beichte und Krankensalbung (und in besonderen Fällen das Ehesakrament) kann man mehrmals empfangen. Aber kein Sakrament kann man vor der Taufe bekommen.
Die erste genauere Beschreibung einer Taufe lesen wir von Jesus: Er lässt sich von Johannes (der auch der Täufer genannt wird) taufen. In der Bibel ist das so beschrieben: „Das ganze Volk ließ sich von Johannes taufen. Auch Jesus hatte sich taufen lassen und betete gerade. Da öffnete sich der Himmel. Der Heilige Geist kam sichtbar auf ihn herab. Er war wie eine Taube. Aus dem Himmel erklang eine Stimme: „Du bist mein geliebter Sohn. An dir habe ich Freude.“ (Lk 4,21-22)
In der Taufe gibt Gott die Zusage: Ich bin für Dich wie ein guter Vater. Und: Ich liebe Dich, ich freue mich an Dir! – Diese Zusagen nimmt Gott niemals wieder zurück.
Manchmal setze ich mich hin und lasse diese Worte, die Gott zu mir spricht, ganz tief einsinken: Ich liebe Dich! Ich freue mich an Dir! Das sind für mich die wichtigsten Worte meines Glaubens. So wie ich bin – unperfekt, mit meinen Schwächen und Fehlern: Gott liebt mich! Mit meinen Fähigkeiten und Stärken: Gott liebt mich!
Das hat dann natürlich auch Konsequenzen. Ich möchte so leben, dass Gott gerne auf mich schaut. Das ist nicht immer so einfach. Aber ich weiß: Auch wenn ich Mist gebaut habe, liebt Gott mich immer noch.
Er liebt nicht das, was ich getan habe. Aber mich schon. Und wenn ich mir dessen bewusst geworden bin, kann ich es wieder gut machen, wieder neu anfangen, wieder besser leben.
Dazu machen wir uns später noch mehr Gedanken. Jetzt erst mal wollen wir genießen, dass Gott voll Freude auf uns schaut und uns liebt. Dass er wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter ist. Und wir sind Gottes Kinder. Kinder und Erben, das heißt: Gott will alles mit uns teilen, was Ihm wichtig ist. Dazu nutzt Er (auch) die Kirche.
Über die Kirche hören wir von Gott, lesen Gottes Wort, feiern Gottes Gegenwart. Die Kirche ist eine Gemeinschaft von Menschen, die mit Gott zu tun haben wollen – und die deswegen füreinander wie Bruder und Schwester sein wollen. Mit der Taufe werden wir auch Mitglied der Kirche – deswegen gibt es auch keine ökumenische* Taufe, sondern nur katholisch* oder evangelisch* oder orthodox* …
Die Taufe verbindet uns aber und wir können voneinander lernen und uns gegenseitig bereichern. 

Was Du tun kannst …
- In Eurer Kirche den Taufstein anschauen
- Gespräch: Was bedeutet Euch die Taufe?
- Ein Bild zur Bibelgeschichte über die Taufe Jesu malen
- Collage zu Taufe
- Ausflug zu der Kirche, in der Du getauft wurdest
- Die Stilleübung zur Taufe machen

Lieber Gott,
seit meiner Taufe willst Du für mich
wie ein guter Vater sein.
Du sagst zu mir:
Du bist mein Sohn - oder:
Du bist meine Tochter.
Darüber freue ich mich.
Du schaust auf mich
und freust Dich an mir.
Das tut gut.
Danke

Ein bisschen üben hilft ... ~/?x=entry:entry200925-104402 2020-09-25T10:44:02+00:00 2020-09-25T10:44:02+00:00

Mit Gott zu sprechen ist wichtig. Ihm alles sagen zu können, was mich beschäftigt – und zu wissen, dass Er es versteht und mich genau so liebt wie ich bin, gehört für mich zum Wichtigsten meines Christseins.
Mir ist aber auch wichtig, dass ich nicht nur immer selbst rede, sondern auch höre. Nun spricht Gott nicht so wie meine anderen Freunde. Ich persönlich habe noch nie mit meinen Ohren die Stimme Gottes gehört. Und trotzdem sage ich: Gott spricht mit mir.
Gott spricht zu mir durch andere Menschen. Manchmal fallen mir in Gesprächen Worte ganz tief in mein Herz und ich denke noch lange darüber nach.
Gott spricht zu mir durch Sein Wort, durch die Bibel. Diesem Buch werden wir uns in einigen Wochen zuwenden.
Gott spricht zu mir durch die Kirche. Das sind einmal natürlich Menschen, für die das „durch andere Menschen“ gilt. Das sind aber auch die wichtigen Texte, die mir vom Papst oder den Bischöfen in die Hand gegeben werden. Da haben also auch wieder Menschen ziemlich lang um ein Thema gerungen, gebetet, Lösungen geprüft. Das schaue ich mir wenigstens mal an und gucke, was dadurch in mir zum Klingen kommt.
Gott spricht zur mir durch die Stille. Wenn ich still werde, dann reift in meinem Inneren eine Erkenntnis, eine neue Idee steigt mir auf – oder ich werde einfach nur gelassener im Umgang mit meinem Alltag.
Aber – hast Du mal versucht, dich „einfach so“ mal hinzusetzen und still zu werden? Das ist gar nicht so einfach!! Ich habe mich da anfangs sehr schwer damit getan. Da es aber ganz viele Christen gibt, die sagen, dass das „still werden“ sehr wichtig ist und einem hilft, habe ich es weiter versucht. Und erlebt, dass es mir gut tut. Deswegen möchte ich es an Dich weiter geben.
Wenn wir dies Stilleübung nennen, wird deutlich: Es braucht ein wenig Übung. Es öfter mal ausprobieren, nicht nur einmal. Nochmal. Und nochmal. Und … Die meisten Menschen merken nach einigen Malen: Es fällt mir leichter. Es tut mir gut. Es hilft mir. Einige Menschen müssen ein bisschen hin- und herprobieren. Sie verändern Kleinigkeiten. Probieren mal eine etwas andere Stilleübung aus.
Wieder andere Menschen merken: Das ist einfach nichts für mich. Diese merken: ich werde still / kann mich konzentrieren oder gut nachdenken, wenn ich … meine Hände beschäftige (stricken, häkeln, malen – worüber ich nicht nachdenken muss). … wenn ich Trampolin springe … spazieren gehe …
Herzlichen Glückwunsch, wenn Du nach einiger Zeit herausgefunden hast, auf welche Weise DU gut ruhig werden, nachdenken, beten kannst. Im Laufe der Zeit mag sich das auch noch verändern: Du lernst ja immer wieder Neues kennen, und Du veränderst Dich auch. Und das ganze Leben bleibt eine spannende Entdeckungsreise…

Die Stilleübung, die wir Dir anbieten möchten, stellen wir Dir  in einem Video vor. Besser gesagt: In zwei Videos. Da gibt es ein Video, wo erklärt wird, wie es geht. Und dann noch einmal ein Video, wo Du mitmachen kannst. Zum Mitmachen werden wir öfter ein Video einstellen, weil uns diese Stilleübung durch die KoVo begleiten wird.

Was du tun kannst …
- Selber die Stilleübung ausprobieren
- Einen Ort herrichten, wo ich still werden kann (mit einem schönen Bild, wenig Ablenkung …)
- mal auf die Stille hören: im Haus, draußen …
- wohltuende Geräusche sammeln
- Gespräch: Wie wird Dein Gesprächspartner (Eltern, Großeltern, KoVo-Pate … ?) still? Wie kommen sie wieder “runter”, wenn es gerade sehr aufregend war? Kannst Du davon auch mal was ausprobieren? ibt es einen Ort, an dem sie still werden oder auftanken können?
- Manchen hilft eine ruhige Hintergrundmusik dabei, still zu werden (man lauscht nicht mehr auf jedes Geräusch). Geh doch mal auf die Suche, was ihr daheim habt!

1 Könige 19, 11-13