Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

08.04.2021

Karfreitag: Jesus stirbt am Kreuz

Der Karfreitag ist ein stiller Feiertag. Kein Wunder: Denken wir doch daran, dass Jesus gelitten hat und gekreuzigt wurde. Ein schlimmer Tod.
Magst Du mit mir einen Kreuzweg entlang gehen? Bilder dazu findest Du in Deiner Kirche – es gibt auch Wege in der freien Natur. 
1. Jesus wird zum Tode verurteilt.
Jesus steht vor Pilatus. Pilatus möchte ihn nicht verurteilen. Die Menschen aber rufen: Ans Kreuz mit ihm! Pilatus gibt nach, denn er könnte Nachteile bekommen, wenn er Jesus nicht verurteilt. 
Wir beten: Jesus, die Menschen rufen schlimme Dinge. Ich bitte dich für alle Menschen, die Unrecht erleiden.
2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern.
Jesus muss den Kreuzesbalken selber tragen, eine weite Strecke lang. Gerade erst ist Jesus von den Soldaten verspottet und verprügelt worden. Und nun ist der Balken so schwer.
Jesus, du bist doch schon erschöpft. Hilf allen Menschen, die Schweres zu tragen und ertragen haben.
3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.
Von Anfang an merkt man: Der Weg ist für Jesus so mühsam. Jesus wankt und fällt.
Jesus, du bist hingefallen mit dem Kreuz. Hilf allen Menschen, die unter ihrer Last zusammenbrechen.
4. Jesus begegnet seiner Mutter.
Am Wegesrand steht Maria. Sie möchte bei Jesus sein, wenn er so leiden muss – auch wenn sie ihm nicht helfen kann.
Jesus, da ist deine Mutter. Sei bei allen Menschen, die anderen helfen wollen.
5. Simon von Cyrene hilft Jesus, das Kreuz zutragen.
Die Soldaten merken, wie schwach Jesus ist. Sie zwingen einen vorbeikommenden Mann, Jesus tragen zu helfen.
Jesus, noch heute erinnert man sich an diese erzwungene Hilfe. Segne alle Menschen, deren Hilfe unwillig kommt.
6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.
Am Wegesrand steht noch eine Frau. Sie will Jesus helfen. So reicht sie ihm ein Tuch, damit er seinen Schweiß abwischen kann. Schweiß ist salzig und brennt in den Wunden. Bald ist Jesus wieder verschwitzt. Aber für einen Moment konnte sie Jesus helfen. 
Jesus, du hast dir helfen lassen. Schenke den Menschen gute Ideen, wie ihre Hilfe ankommt.
7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.
Und wieder fällt Jesus. Das Kreuz ist schwer und bringt ihn zu Fall.
Jesus, wieder fällst du. Hilf allen Menschen, die im übertragenen Sinn zu Fall kommen, die große Fehler machen.
8. Jesus begegnet den weinenden Frauen.
Am Wegesrand stehen Frauen. Sie halten Jesus für einen verurteilten Straftäter und weinen und klagen. Jesus wehrt das ab.
Jesus, du hast Worte gewechselt mit den Frauen. Sei bei allen, die trauern und klagen.
9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.
Die Kraft Jesu geht zu Ende. Er fällt wieder.
Jesus, mit letzter Kraft rappelst du dich wieder auf. Hilf allen Menschen, deren Kraft zu Ende ist.
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt.
Die Soldaten nehmen Jesus alles Weg, nur ein Tuch um die Hüften darf er behalten, alles andere teilen sie unter sich auf.
Jesus, alles wird dir genommen. Sei bei den Menschen, die fast nichts mehr haben.
11. Jesus wird ans Kreuz genagelt.
Es ist ein großer Schmerz, den Jesus hier erleiden muss. Festgenagelt. Andere bestimmen. Jesus kann nicht mehr weg. Jesus hat Schmerzen.
Jesus, du musst so leiden. Sei bei allen, die große Schmerzen haben.
12. Jesus stirbt am Kreuz.
Jesus betet am Kreuz. Jesus sorgt sich um seine Mutter. Jesus nimmt sich auch des Verbrechers an, der mit ihm gekreuzigt wird. Bis zuletzt denkt Jesus an Gott und an andere Menschen.
Jesus, du stirbst am Kreuz. Sei bei allen Leidenden und Sterbenden.
13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt.
Ganz liebevoll hält Maria ihren Sohn – obwohl es auch ihr so sehr weh tut, dass er nun tot ist.
Jesus, du hast gelitten. Kein Leid ist dir fremd. Wir empfehlen dir all unser Leid.
14. Jesus wird ins Grab gelegt.
In der Nähe ist ein Grab, in das man Jesus legt.
Wir beten für alles, was uns wichtig ist.
Wir wissen: Der Tod und das Grab ist nicht das Ende. Es geht weiter. Das lässt uns diesen schweren Tag aushalten. In unserem Leben und in unserem Glauben dürfen wir uns gewiss sein: Wenn wir leiden, ist Gott uns nahe. Und er lässt es nie beim Leid bewenden. Auch wenn wir Leid aushalten müssen – irgendwann wird es weiter gehen. Irgendwann werden wir zu neuem Leben kommen.

Admin - 09:51 | Kommentar hinzufügen

Gründonnerstag: Jesus feiert das letzte Abendmahl

Brot ist neben dem Wein das große Erinnerungszeichen für uns Christinnen und Christen. 
Brot ist in fast allen Ländern der Welt als Grundnahrungsmittel bekannt. Gerade Deutschland gilt mit über 400 Sorten Brot als das Brotland schlechthin. Für das Volk Israel war Brot nicht nur ein Grundnahrungsmittel. Brot war auch die Voraussetzung für menschenwürdiges Leben. Menschen, die kein Brot hatten, standen in der Gefahr, sich von Gott abzuwenden. Andersherum hieß es, dass diejenigen, die zu viel Brot hatten die Gefahr drohte, Gott zu vergessen. Deshalb galt das Teilen von Brot mit anderen Menschen, insbesondere mit armen Menschen als Zeichen der Gerechtigkeit.
Wein galt schon im Alten Testament als Zeichen der Freude. Gemeinsames Wein trinken war Ausdruck von Freundschaft und Frieden untereinander.
Das Teilen von Brot und Wein war bei den Israeliten und den Juden war ein Zeichen der Freundschaft, verbunden mit Gerechtigkeit und Frieden und außerdem ein Zeichen, dass Sie unter dem Segen Gottes stehen.
In diesem Zusammenhang steht auch die jüdische Feier des Pessachfestes. Das Fest selbst erinnert an die Befreiung des israelitischen Volkes aus der Sklaverei Ägyptens. Die Geschichte hierzu finden wir im Alten Testament der Bibel, im Buch Exodus. Gott gab ihnen damals den Auftrag ein Erinnerungsfest an jenen Nacht und jenen Tag zu feiern, an dem die Israeliten sich bereit zum Aufbruch machten. Es gibt genau festgelegte Rituale wie Segensgebete über Wein und ungesäuertem Brot (Mazzen), Essen eines einjährigen fehlerfreien Lammes, Frage- und Antwortgespräche zwischen dem Ältesten und dem Jüngsten der Familie.
Auch Jesus war Jude und kannte natürlich die Bräuche der Juden und feierte diese. So auch das Pessachfest. Für uns Christinnen und Christen wandelte sich die Bedeutung in ein Erinnerungs- und Dankmahl. Warum? Lest die Geschichte einmal selbst.
Jesus und die Apostel essen das Paschamahl (Lk 22, 14-20)

Bis heute erinnern Christen und Christinnen sich in jedem Gottesdienst an Jesus, an sein Leben und an seine Worte. Die Hostien sind so wie das Brot der Juden, sowohl zur Zeit Mose beim Auszug aus Ägypten, als auch zur Zeit Jesu: ungesäuert. Das heißt, sie bestehen aus zwei Zutaten: Wasser und Mehl.
Während des Hochgebets in der Messe werden die Hostien gewandelt sich und zum Leib Christi. Dazu erzählt der Priester die Abendmahlsgeschichte nach. Außerdem ist genau das die wichtigste Stelle im Gottesdienst. Deshalb knien wir uns in dem Moment hin. Der Priester spricht dann: “Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach: Nehmet und esset alle davon. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.”
Das soll heißen: Das bin ich selbst. Ich bin das Brot, das Leben schenkt. Ich möchte dein Freund sein. Ich bin so nah bei dir, dass dir warm ums Herz wird.

Admin - 09:48 | Kommentar hinzufügen

26.03.2021

Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein

Mit dem heutigen Sonntag beginnt eine ganz besondere Woche. Wir nennen sie Karwoche – das althochdeutsche Wort kara bedeutet Klage, Kummer und Trauer. Dieser Kummer bezieht sich auf das Leiden Jesu, an das wir in dieser Woche denken. Die Liturgie zeichnet die letzte Woche im Leben Jesu gewissermaßen nach. Wir können fast mitlesen, was Jesus damals passiert ist.
Am Sonntag ist Jesus in Jerusalem eingezogen. Er war ein bekannter Mann – und vielleicht waren die Leute noch neugieriger auf ihn, weil sich auch Spannungen mit den religiösen Führern abgezeichnet haben. Jesus war Jude. Jesus war ein gläubiger Jude, der sehr viel über seinen Glauben gesprochen hat – und der seinen Glauben anders dargestellt hat, als die damaligen jüdischen Glaubensvertreter es getan haben. Das hat Streit gebracht, denn die Anderen waren damit nicht einverstanden. Die Beschreibung dieses Streits oder der anderen Glaubensvertreter müssen wir aber auch mit einer gewissen Vorsicht lesen: Als sie aufgeschrieben wurden, gab es gerade große Konflikte zwischen den Christen (die nicht mehr nur eine jüdische Gruppe waren) und manchen jüdischen Gruppen. Manche Aussagen über die Juden, über Pharisäer und Sadduzäer sind deswegen sehr negativ.Zurück zum Palmsonntag. Es hat sich also eine große Menschenmenge versammelt, die alle Jesus begrüßen wollten, wenn er nach Jerusalem kommt – und zum wichtigen Paschafest* wollte er in die Hauptstadt und zum Tempel kommen. Die Menschen hatten viel in den ersten Büchern der Bibel – wir nennen sie heute Altes Testament – gelesen. Dort wird ein Messias angekündigt: jemand, der als Befreier und Erlöser auftritt. Die Menschen hatten sehr unterschiedliche Vorstellungen von diesem Messias. Er sollte die Römer aus ihrem Land rausschmeißen, sagten die einen. Er soll das Volk Gottes wieder näher zu Gott bringen, sagten die anderen. Er sollte ein ganz mächtiger Mann sein, sagten alle.
Jesus kannte diese Hoffnungen und Wünsche. Und er wusste, dass er tatsächlich der Messias war. Aber dass er ein anderer Messias war, als die Menschen sich das vorstellten. Das wollte er ihnen nun zeigen.
Und so sagte er seinen Freunden, wo sie ein Eselsfohlen finden könnten, das gerade alt und stark genug war, ihn zu tragen. Darauf setzte er sich, als er nun nach Jerusalem kam. Die Menschen sollten ihn auf dem Eselsfohlen sehen und merken: Er kommt nicht auf einem starken Streitross (also einem Pferd, das für Kriege eingesetzt wird), es ist also etwas anders mit ihm. Die Menschen sahen Jesus und jubelten ihm zu. Wie heute rote Teppiche ausgerollt werden, so bedeckten sie damals den staubigen Weg mit Palmzweigen und mit Kleidern. So ritt Jesus nach Jerusalem hinein und die Menschen riefen: Hosanna! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Wenn wir heute Palmsonntag feiern, nehmen auch wir Palmzweige in die Hand und jubeln Jesus zu. Oft sammeln wir uns beim Palmsonntagsgottesdienst erst einmal vor der Kirche. Oft stehen Körbe mit Buchsbaumzweigen bereit, von denen wir uns einen nehmen können. Oder wir haben selber einen Palmzweig gebastelt und bringen den mit! Diese Zweige werden dann am Anfang des Gottesdienstes gesegnet. Dann hören wir das Evangelium vom Einzug Jesu nach Jerusalem. Nach einer kurzen Predigt dazu ziehen wir dann gemeinsam in die Kirche ein und singen ein „Hosanna“. Hast Du gemerkt, dass diese Worte in einem wichtigen Lied vorkommen, das wir in jeder Messe singen? Sie bilden den zweiten Teil des Heilig-Liedes, auch Sanctus (lateinisch für Heilig) genannt. Nach dieser Palmprozession (also der feierliche, gemeinsame Weg, der auch innerhalb der Kirche sein oder ausfallen kann) setzt sich die Messe fort. Im Wortgottesdienst werden ganz normal die Lesungen verkündet. Zum Evangelium aber setzen wir uns am Palmsonntag: Heute wird die Leidensgeschichte (auch Passion genannt) vorgelesen. Das ist ein langer Text, deswegen setzen wir uns erst einmal hin. Wenn das Evangelium von der Kreuzigung erzählt, werden wir aufgefordert, aufzustehen. Wenn es dann heißt, dass Jesus gestorben ist, wird es ganz still, jeder betet. Wer kann, kniet dabei. Die Leidensgeschichte wird dann zu Ende gelesen und die Messe setzt sich ganz normal fort.

Was Du tun kannst …
- Dir einen Palmbuschen binden. Im Internet finden sich Anleitungen dazu.
- Dir erzählen lassen: Wie habt Ihr Palmsonntag gefeiert? 
- Erkundige Dich, ob in Deiner Gemeinde Palmzweige für die Leute zur Verfügung gestellt werden. Wenn Du magst, kannst Du dabei ja vielleicht mittun.
- Den Palmbuschen mit in den Palmsonntagsgottesdienst nehmen. Und anschließend an Dein Kreuz stecken bzw. legen.
- …

Die Bibelstelle zu Palmsonntag: Lukas 19, 29-36

Admin - 15:58 | Kommentar hinzufügen

22.03.2021

Die Messe mitfeiern

Seien wir einmal ehrlich: Die Messe ist eigentlich eine Erwachsenenfeier und nicht auf Kinder ausgerichtet. Und trotzdem hat man Kinder Deines Alters angeschaut und gesagt: Sie sollen die Messe intensiver mitfeiern können und auch den Leib Christi empfangen dürfen.
Aber wie kannst Du die Messe gut mitfeiern? Denn es kann nur Dein Vorteil sein, wenn Du vor Deiner Erstkommunion auch schon andere Messfeiern erlebt hast und damit nicht alles neu für Dich ist. Es gibt Messen, die sind auf Familien ausgerichtet. Familiengottesdienste nennen wir sie. Guck doch mal, ob nicht auch irgendwo ein Familiengottesdienst angeboten wird, wenn Ihr in die Kirche gehen wollt. Vielleicht könnt Ihr ja dort hinfahren?
Ich hoffe, dass manche unserer Erklärungen schon mal hilfreich sind und sein werden. Ein bisschen zurück- oder auch vorblättern … Was Du verstehst, ist Dir nicht mehr fremd. Und was Du noch nicht verstehst oder besser verstehen möchtest – einfach Fragen stellen. Sprich mit Deinem KoVo-Paten, Deinen Eltern, Deiner Religionslehren / Deinem Religionslehrer, anderen Kommunionkindern … und such nach einer Antwort. Wertvoll ist es natürlich für uns, wenn Du Deine Fragen auch auf der KoVo-Seite teilst, gefundene Antworten beschreibst, Themen mitdiskutierst. Besonders, wenn wir Dinge nicht gut genug erklären: da brauchen wir Deine Rückmeldung! Und wenn Du gerade über einen Baustein der Messe nachdenkst – dann konzentriere Dich bei der Messe ruhig auch auf dieses Element. Freue Dich drauf, sei aufmerksam, wenn es kommt – und denk weiter drüber nach, wenn es vorbei ist. Nicht im Sinn von „das andere interessiert mich alles nicht“, sondern halt so lange es Dich fesselt.
Das Gotteslob oder ein anderes Gebetbuch zu Hilfe nehmen, wie wir es letzte Woche beschrieben haben, ist auch ein guter Weg. Du kannst Dich aber auch vorbereiten und den Evangelientext schon mal durchlesen und durchdenken. Das geht über diesen Link: “Schott”, aber auch über manche Apps …
Ich nutze Bibeltexte – und mit Evangelientexten geht das besonders gut – gern als Spiegel für mein eigenes Leben. Ich frage mich also: Kenne ich das auch, was da beschrieben ist? Hab ich so was schon mal erlebt? Was fällt mir aus meinem eigenen Leben zu dem Text ein? Und dann „unterhalte“ ich mich mit Jesus darüber. Ich erzähle ihm halt, was mir so einfällt – und dann werde ich auch ein wenig still. Oft verstehe ich in dem still-sein manches besser – vom Bibeltext, von meinem Leben … Das ist ganz unterschiedlich.
Manche Bibeltexte eignen sich auch, dass ich mir ein Wort, einen Satz herausschreibe und einige Zeit mit mir herumtrage. Ich lese den Text einfach immer wieder mal. Denk an ihn. Da fällt mir dann auch manches ein …

Wenn ich dann an der Messe teilnehme, kann ich viel besser zuhören. Manches von dem, was mir eingefallen ist, höre ich da. Oder mir wird etwas deutlich, was ich bis dahin noch nicht verstanden habe. Oder ich höre einen ganz neuen Gedanken. Oder …
Es gibt Messen, in denen mir hauptsächlich das Gespräch mit Jesus wichtig ist.
Es gibt Messen, in denen ich mich nicht ordentlich konzentrieren kann und schließlich denke: Von all den guten Gedanken, die heute bestimmt gesagt worden sind, habe ich keinen mitbekommen. Dann halte ich das Jesus hin und sage: Ich war da und habe Zeit mit dir verbracht. Heute muss das reichen, denn ich hab nicht mehr. Ganz ehrlich: Auch danach geht es mir besser.
Hast Du noch mehr Tipps und Ideen? Erzähl sie uns, wir sind ganz gespannt.

Was Du tun kannst:
- Leute fragen: Was bedeutet Dir die Messe? Nachdenken: Welche Erfahrungen habe ich schon mit der Messe gemacht?
- Mal eine Messe besuchen.
- Im Gotteslob die Abschnitte Nr. 582 - 591 angucken und in der Messe, soweit es geht, mitblättern.
- …

Lieber Gott,
lass mich die Messe immer besser verstehen. 
Du weißt, was mir daran noch schwer fällt … …
Du weißt auch, was mir daran gefällt …

Hilf mir, Neues zu entdecken
und immer tiefer zu verstehen,
wie Du mir begegnen möchtest,
bei mir sein willst.
Amen.

Admin - 16:45 | Kommentar hinzufügen

15.03.2021

Die Heilige Messe

Die Messe nennen wir Heilig, weil sie etwas Besonderes ist, weil sie mit Gott zu tun hat – und weil sie uns heil machen soll. Mit „Messe“ bezeichnen wir den Gottesdienst, in dem die Eucharistie gefeiert wird. Hier feiert also ein Priester mit uns das Abendmahl Jesu.
Die Bezeichnung „Messe“ hat sie von ihren Schlussworten der lateinischen Messe (bis vor ca. 60 Jahren wurden lange Zeit alle Messen auf lateinisch, der Kirchensprache, gefeiert): „Ite missa est“, das bedeutet: „Geht, ihr seid gesendet“.
Die Messe ist also nicht etwas, was wir uns angucken oder anhören – sondern was wir mitfeiern und woraus wir einen Auftrag haben. Was wir dort verstehen, das dürfen und sollen wir in unser Leben VG hineinnehmen. Davon dürfen und sollen wir anderen Menschen erzählen. Das geht weiter.
Die Messe kennt vier Teile. Zuerst kommt die Eröffnung. Bei jeder Feier steht man ja erst mal ein bisschen zusammen, plaudert, erfährt, worum es heute geht, stellt sich auf die gemeinsame Feier ein. So ist das auch bei der Messe. Der Priester zieht mit den Messdienerinnen und Messdienern ein, beginnt die Feier mit dem Kreuzzeichen, benennt oft schon mal, worum es heute geht. Damit alle gut mitfeiern können, bedenken sie noch einmal kurz, was sie heute hindern könnte und bringen das mit dem Schuldbekenntnis oder mit den Kyrie-Rufen vor Gott. So hat man das übergeben und kann sich freuen und singt ein Loblied, dann spricht der Priester das Tagesgebet.
Darauf folgt mit dem Wortgottesdienst der zweite Teil. Uns werden Texte aus der Bibel verkündet und ausgedeutet. Die erste Lesung aus dem Alten Testament, ein Zwischengesang, die zweite Lesung aus dem Neuen Testament, das Halleluja-Lied (jetzt in der Fastenzeit fasten wir auch das Halleluja und nehmen einen anderen Ruf), und schließlich als Höhepunkt das Evangelium. Danach hilft uns der Priester, die gehörten Texte besser zu verstehen – und wir versuchen, sie in unser Leben hinein zu „übersetzen“. Wir bekennen unseren Glauben und beten in den Fürbitten für alle Menschen auf der ganzen Welt.
Nun schließt sich die Eucharistiefeier an: Die Feier des Abendmahls Jesu. Darüber haben wir ja letzte Woche schon viel nachgedacht. Mit dem Abschluss – na klar, schließen wir die Messfeier ab. Wir hören vielleicht noch ein paar Mitteilungen, empfangen den Segen und singen das Schlusslied.
Wenn Ihr ein Gotteslob habt, kannst Du ja mal die Nummer 582 aufschlagen. Ab da ist der Ablauf einer Messe aufgeschrieben mit allen Texten und vielen Möglichkeiten. Vielleicht magst Du mal in der Sonntagsmesse mitlesen! Ich habe das als Kind über eine längere Zeit sehr gern gemacht – man muss zwar bereit sein, zwischendurch auch mal weiter zu blättern (weil hintereinander mehrere Dinge zur Auswahl beschrieben sind), aber mit der Zeit kennt man sich aus und versteht einiges besser. Denn dort gibt es auch so manche Erklärungen.
Das Dumme ist nur, dass sie für Erwachsene geschrieben sind. Vielleicht hast Du ja ein Gebetbuch, in dem der Messablauf auch beschrieben und erklärt wird. Das ist vielleicht sogar noch besser zum Mitnehmen. Wenn es Dir gefällt, kannst Du es uns gerne empfehlen, wir freuen uns auf alle Vorschläge!

Was du tun kannst:
- Dir den Ablauf der Messe genauer durchlesen 
- Eine Messe mitfeiern - und alle Fragen, die Dir dabei kommen, stellen bzw. nach Antworten suchen
- Ich selber habe früher in Deinem Alter die Messe aus dem Gotteslob auch manchmal in meinem Kinderzimmer gefeiert. Ok, oft war sie dann schon nach der Predigt zu Ende, aber meinen ganzen Kuscheltieren haben meine Messen immer gut gefallen :-)
- Es gibt auch andere Gottesdienstformen. Welche kennst Du? Welche kennt Deine KoVo-Patin / Dein KoVo-Pate?
- Dein ganz eigenes Gebet aufschreiben

Admin - 10:51 | Kommentar hinzufügen