Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

10.12.2020

Vorbereitungen

Schon über die Hälfte der Adventszeit ist vergangen. Bestimmt bist du mit deiner Familie auch schon fleißig am vorbereiten. Im Haus wird dekoriert, es duftet nach frischen Plätzchen vom ganzen Backen. Und bald wird der Tannenbaum geschmückt.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum wir uns zu Weihnachten einen Tannenbaum ins Wohnzimmer stellen? Ich habe mal nachgeforscht und erkläre es dir hier: Verglichen mit der Zeit der Geburt Jesu vor über 2000 Jahren ist der Brauch des Tannenbaumes bzw. Weihnachtsbaumes noch sehr jung. Den gibt es erst seit ca 450 Jahren. Und zu dieser Zeit wurde der Baum nicht einfach mit Hilfe des  Christbaumständers auf den Boden gestellt. Er wurde Kopfüber, also mit der Tannenbaumspitze richtung Fußboden an die Zimmerdecke gehangen. Kannst du dir vorstellen warum?
Es hatte mehrere Vorteile. Früher waren die Häuser und Wohnungen noch längst nicht so groß wie heute. Früher gab es auch viel größere Familien. Oma, Opa, Mama, Papa und viele Kinder lebten auf “kleinem” Raum. Und da war es natürlich platzsparend, den Baum an die Decke zu hängen. Dann konnte sogar noch ein Tisch unter den Baum gestellt werden. Ein weiterer Grund ist auch, dass die Familien oft viele Kinder hatten. Wenn du Geschwister hast, dann weißt du ja, wie das ist. Man verträgt sich nicht immer und streitet, man tobt durch das Wohnzimmer und dir ist bestimmt auch schon mal passiert, dass du den Weihnachtsbaum knapp verfehlt oder beim vorbei laufen gestreift hast. Heute kann er dann schonmal wackeln und eine Kugel könnte hinfallen und kaputt gehen. Damals war das viel gefährlicher. Es gab noch keine Lichterkette, sondern echte Kerzen. Und wie schnell konnte da alles in Flammen stehen.
Martin Luther, der Gründer der Protestanten, also der evangelischen Christen, hat den Tannenbaum damals als offizielles protestantisches Weihnachtssymbol eingeführt. Wir Katholiken hatten lange Zeit nur die Krippe. Erst später kam der Tannenbaum dazu. 
Vor dem Tannenbaum war es üblich, sich grüne Zweige ins Haus zu holen. Das hatte keinen religiösen, sondern einen heidnischen Hintergrund. Grüne Zweige waren ein Symbol für Schutz und Fruchtbarkeit.
Christlich gedeutet weißt du aber schon seit ich dir das Grün des Adventskranzes erklärt habe, dass Grün für Licht und Hoffnung in der Dunkelheit des Winters steht.
Und wie war ein Tannenbaum früher geschmückt? Hast du auch da eine Idee?
Es wurden Lebensmittel an den Baum gehangen. Zum Beispiel: Äpfel, Nüsse und Spekulatius. Zwischendurch konnte man den beim vorbeigehen abnehmen und aufessen.

Wie kannst du dich denn noch auf Weihnachten vorbereiten? Wie wäre es denn mit Tannenbaumschmuck basteln? Zum Beispiel Sterne aus unterschiedlichsten Materialien. Denn Sterne sind ein schöner Brauch in der Weihnachtszeit. Sie kommen nicht nur als Tannenbaumschmuck vor, sondern auch in so vielen Liedern und Bildern, die mit Weihnachten zu tun haben. Auch die klassische Plätzchenform für Weihnachtskekse ist ein Stern. Es gibt Weihnachtssterne als Pflanzen. Achte einmal darauf, wie viele Sterne du nun überall entdecken kannst. Sterne erinnern an den Stern von Bethlehem, der die Geburt von Jesus am Himmel verkündete, sodass selbst die Sterndeuter im weit entfernten Morgenland davon erfuhren und den Weg zu Jesus Krippe fanden.

Was Du tun kannst:
Mach einen Abendspaziergang und zähl die Lichter oder Sterne in den Fenstern der Häuser
Bastel Tannenbaumschmuck. Da gibt es so viele schöne Dinge zum selbermachen. Ich stellle dir einige Ideen auf die KoVo Homepage zum Nachmachen ein.
Leg dir schonmal Perlen, Knöpfe, Basteldraht, Pfeiffenputzer parat… alles was sich zum Basteln eignen könnte.
Und: Sammel deine Teebeutelverpackungen. Daraus lassen sich super bunte Sterne falten!

Jesus,
Weihnachten kommt immer näher.
Lass uns deinen Stern sehen und ihm folgen.
Zeige uns, wie auch wir zu dir kommen können.
Schenke uns Freude für das Fest deiner Geburt.
Amen.

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04.12.2020

Den Weg bereiten

Der Winter ist eine kalte und dunkle Jahreszeit. Das weiß ja jeder. Es wird spät hell und sehr früh dunkel. Aber die Adventszeit lässt den Winter heller erscheinen. Das hat verschiedene Gründe. Jeder versucht auf seine Art und Weise Jesus, dem Lichtbringer der Welt, den Weg zu bereiten. So werden wir selbst zu Lichtbringern, wenn wir Lichterketten aufhängen, Lichterbögen aufstellen, Weihnachtssterne in die Fenster hängen, Kerzen anzünden und vieles andere.
Kerzen anzünden ist etwas schönes. Sie verbreiten eine gemütliche Atmosphäre und das ganze Zimmer erscheint in einem warmen, hellgelben Licht. Aber findet ihr es nicht auch schade, wenn eine besonders schöne Kerze immer kleiner und kleiner wird, bis sie schließlich ganz verschwunden ist?
So geht es zumindest Petra. Sie mochte Kerzen so sehr, dass sie zu jedem Geburtstag und zu jedem Weihnachtsfest wunderschöne Kerzen geschenkt bekam. Sie wollte diese aber nicht abbrennen lassen und verteilte sie im ganzen Zimmer als Dekoration. Langsam aber sicher wurden die Kerzen richtige Staubfänger. Da merkte auch Petra, dass die schönste Kerze auch  irgendwann langweilig wird, wenn sie nie auf einem Tisch steht und brennen darf. Also fragte sie ihre Mama und gemeinsam zündeten sie die Kerze an und stellten sie auf den Küchentisch. Nun brachte die Kerze nicht nur Licht sondern auch Wärme.
Mit den Menschen ist es so ähnlich, wie mit Kerzen. Um selbst glücklich zu sein, müssen wir etwas von uns hergeben: von unserer Liebe und unserer Wärme des Herzens, unserer Fröhlichkeit, unseren Hoffnungen und Träumen. Dann stehen wir nicht einfach in der Ecke und setzen Staub an, wie unbenutzte Kerzen, sondern andere Menschen freuen sich, dass es uns gibt. Sie spüren, welche Liebe und Wärme in uns ist, weil wir sie ihnen geben.
Auch wir Menschen können Licht bringen, es hell im Leben anderer machen. Als bestes Beispiel, wie das funktionieren kann, gelten in der katholischen Kirche die Heiligen. Heilige sind Vorbilder im Glauben und für das Führen eines guten Lebens. Sie haben in ihrem Leben viel Gutes getan. Durch diese guten Taten haben sie den Menschen Licht gebracht und es wurde ihnen warm ums Herz.
In der Adventszeit haben viele Heilige ihre Gedenktage, wie: Die Heilige Luzia, die Heilige Barbara, der Heilige Nikolaus. Die Geschichten zu den Heiligen findest du auf unserer KoVo Internetseite.

Gut zu wissen:

Wie du weißt ist Jesus in Bethlehem geboren. Und in Bethlehem wird jedes Jahr am dritten Advent das Friedenslicht entzündet. Als Friedenslicht von Betlehem ist es auch bekannt. Pfadfinder und Pfadfinderinnen verteilen die Friedensflamme dann über die ganze Welt. Zu uns nach Deutschland kommt es per Zug aus Wien. Dafür ist vorher ein Flugzeug aus Bethlehem nach Wien geflogen.
Auch uns im Pastoralverbund wird das Friedenslicht gebracht. In manchen Kirchen ist es zu finden. Dort kannst du es dir abholen und an einer eigenen Kerze entzünden.
Den Weihnachtsmann, den gibt es gar nicht. Den hat Coca Cola damals erfunden. Und nun stehen überall an jeder Ecke im Supermarkt die Schokoladenweihnachtsmänner.
Den Nikolaus gab es aber. Und der sah fast genau so aus, wie der Weihnachtsmann aussieht. Der Nikolaus war ein Bischof und deshalb hat er ein paar Dinge, die ein Weihnachtsmann nicht hat: den Bischofsstab und die Mitra (das ist eine Bischofsmütze). Erklär dein zu Hause zur: “Weihnachtsmann freien Zone”. Bastel für die Schokoladenweihnachtsmänner einen Bischofsstab und eine Mitra. Dann sehen sie aus wie Nikoläuse.
Bastelvorlagen zum Ausdrucken und Ausschneiden findest du auf der KoVo Seite. Du kannst es aber auch ohne Vorlage probieren.
Übrigens: Der Nikolaus ist der Schutzpatron der Kinder.

Jesus,
du hast gesagt:
Ich bin das Licht der Welt. Mache unser Leben hell. Zeige uns,
wie wir anderen zum Licht werden können. Gib uns Mut, von dir zu erzählen.
Lass uns dich in unserem Leben nicht vergessen. Dein Licht ist das Wichtigste im Advent.
Amen.

Was du tun kannst:
Bestimmt kennst du das Lied: “Tragt in die Welt nun ein Licht, sagt allen Fürchtet euch nicht. Gott hat euch lieb, groß und klein. Seht auf des Lichtes Schein.”
Wie wäre es, wenn du kleine Glückslichter, Adventslichter, Hoffnungslichter, mit geheimer Frohen Botschaft bastelst? Diese kannst du dann verschenken.
Die Bastelanleitung findest du auf der KoVo Seite.

Admin - 15:48 | Kommentar hinzufügen

28.11.2020

Der Advent beginnt

Das Wort Advent wird abgeleitet vom lateinischen Wort advenire, was so viel bedeutet wie Ankunft. Zur Zeit der Römer wurde das Wort dann gebraucht, wenn der Besuch eines hohen Amtsträgers, also eines
Königs oder Kaisers bevorstand. Wir Christen haben das Wort für uns übernommen, denn im Advent erwarten auch wir die Ankunft eines Königs, nämlich von Jesus. Und so zählen wir die Tage bis zum Heiligen Abend mit Adventskalendern.
Bestimmt habt ihr auch einen Adventskranz. Ein klassischer Adventskranz ist aus Tannengrün und hat vier dicke Kerzen. Dicke Kerzen? Da habe ich gerade direkt einen Ohrwurm von: “Dicke rote Kerzen,
Tannenzweigenduft und ein Hauch von Heimlichkeiten liegt schon in der Luft…” Vielleicht hast du jetzt auch einen Ohrwurm? Falls ja: Gern geschehen!
Zumindest ist es eine schöne Tradition, einen Adventskranz zu haben. Doch woher stammt dieser Brauch? Und wer hat ihn erfunden? Das möchte ich euch gerne erzählen.
Im Jahr 1833 gründete ein Mann, mit dem Namen Johann Hinrich Wichern ein Kinderheim in Hamburg. Und na klar, damals waren die Kinder genauso aufgeregt wegen Weihnachten, wie ihr es heute seid. Und so fragten sie Herrn Wicher immer und immer wieder, wann denn endlich Weihnachten sei. Kurz vor Weihnachten im Jahr 1939 kam er dann auf die Idee eine Art Weihnachtskalender zu basteln, quasi den ersten Adventskranz. Er nahm ein Holzwagenrad und befestigte darauf so viele Kerzen, wie es Tage vom ersten Advent bis zum Heiligen Abend gab. Das Rad bzw. den Kranz hing er dann für alle Kinder im großen Betzimmer auf. Herr Wicher hatte 19 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen am Kranz befestigt. Und jeden Tag wurde nun eine neue Kerze angezündet. Eine kleine für die Tage in der Woche und eine große für die Adventssonntage. Die Kinder konnten nun sehen, wie lange es noch bis Weihnachten dauerte und ganz nebenbei lernten sie auf einfach Weise das Zählen.
Der Adventskranz besteht außerdem aus vielen Symbolen, die wir christlich deuten. So hat er eine runde Form. Die Kreisform hat weder einen Anfang noch ein Ende. Deshalb steht sie seit Ewigkeiten schon genau dafür: sie steht für Ewigkeit und Unendlichkeit, im christlichen Denken auch für die Auferstehung - und, nicht zu vergessen, für die Gemeinschaft. Die vier Kerzen auf dem Kranz können als die vier Himmelsrichtungen auf dem Erdkreis gedeutet werden. Das ist ähnlich wie bei dem Kreuzzeichen. Egal in welche Richtung wir uns wenden: Gott ist da! Oder hier: Wir erwarten die Geburt von Jesus, der für alle Menschen, auf der ganzen Welt, da sein möchte.
Das Tannengrün im Winter ist zudem ein Zeichen der Hoffnung: Mitten in Eis und Schnee, in Kälte und Dunkel bereitet sich neues Leben vor. Im Winter wird es immer sehr früh dunkel. Das Anzünden der Kerzen an den Sonntagen macht es von Woche zu Woche heller. Am hellsten leuchtet er also kurz vor oder auf dem Heiligen Abend, dem Tag von Jesus Geburt. Dahinter steckt, dass wir genau das Erwarten: Die Ankunft Jesu, der mit uns auf der Erde wohnen möchte. Für uns Christen und Christinnen ist Jesus, das wahre Licht.

Gut zu wissen: 
Ein Jahr startet ja am 1. Januar des Jahres. Aber in der Kirche haben wir eine andere Zählweise. Das Kirchenjahr beginnt am 1. Adventssonntag. Von da an zählen wir quasi die Sonntage im Kirchenjahr.

Es ist ein schöner Brauch, den Adventskranz zu segnen. Dafür kannst du ihn mit in den Gottesdienst nehmen und der Priester wird ein Segensgebet sprechen. Du kannst auch schauen, ob es vielleicht einen Familiengottesdienst gibt. Ansonsten ist es auch möglich ihn selbst zu segnen. Segnen kann jeder. Also auch du. Hier ist ein Segensgebet, welches du sprechen kannst. Zu Beginn und zum Abschluss kannst du das Kreuzzeichen machen und falls du Weihwasser hast, kannst du den Kranz auch damit besprenkeln.

Jesus,
nun hat der Advent begonnen.
Wir bereiten uns auf deine Ankunft vor.
Das zeigt auch unser Adventskranz, an dem wir gleich die erste Kerze anzünden wollen.
Wir bitten dich um deinen Segen.
Segne unseren Adventskranz, lass ihn für uns eine Erinnerung sein, 
dass wir sonntags zusammenkommen und uns mit jeder Kerze bewusst machen, 
dass es zum Heiligen Abend nicht mehr lang ist.
Hilf, dass wir uns nicht zu viel vornehmen.
Schenke uns eine ruhige und besinnliche Adventszeit.
Lass uns dich mit frohem Herzen erwarten.
Amen.

Admin - 11:54 | Kommentar hinzufügen

19.11.2020

Die Bibel im Gottesdienst

Hast Du mal mitgezählt, wie oft die Bibel im Gottesdienst vorkommt? Auf welche Zahl bist Du da gekommen? Ich sag‘ jetzt einfach mal: Öfter!
Denn ganz viele Gebete und Lieder gehen auf die Bibel zurück. Das Vater unser steht drin. Für das Heilig-Lied gibt es zwei Stellen. Ein Buch der Bibel - die Psalmen - besteht ganz aus Gesängen, die kommen auch im Gottesdienst vor.
Aber in jedem Gottesdienst wird zwei- bis dreimal ganz ausdrücklich aus der Bibel vorgelesen. Ich beschreibe jetzt einfach mal, wie es für die Sonntage vorgesehen ist.
Nach dem Begrüßungsteil der Messe setzen sich alle zum Wortgottesdienst. Im Sitzen kann man besser zuhören. Die erste Lesung kommt aus dem Alten Testament, also aus dem Teil der Bibel, der vor Jesus aufgeschrieben worden ist. Als zweite Lesung wird ein Abschnitt aus dem Neuen Testament verkündet, meistens aus einem der Briefe (in der ganz frühen Zeit der Christen haben die Apostel an die einzelnen Gemeinden Briefe geschrieben. Besonders viele Briefe stammen vom Apostel Paulus. Die Briefe wollen den Christen helfen, ihren Glauben zu leben). Danach wird es ein wenig feierlich und wir stehen alle auf, um eine Stelle aus dem Evangelium zu hören. Während der Priester das Evangelium verkündet, stehen oft zwei Messdiener mit brennenden Kerzen neben ihm. Damit möchten sie sagen: Durch diese Worte wird es hell in unserer Welt und hell in unserem Leben. Und sie erinnern uns an zwei Sätze, die Jesus gesagt hat. Einmal: „Ich bin das Licht der Welt!“ – denn durch Jesus, durch seine Worte und seine Taten ist es heller geworden in der Welt. Und: „Ihr seid das Licht der Welt!“ – wir sollen so leben, dass es auch durch uns heller wird in dieser Welt. Der Evangelientext wird anschließend ausgedeutet in der Predigt. Um ihr gut folgen zu können, setzen wir uns wieder hin. Die erste Lesung greift meistens das Thema des Evangeliums auf. Die zweite Lesung ist eine sogenannte „Bahnlesung“, da wird also über eine längere Zeit aus dem gleichen Buch der Bibel gelesen. Auch beim Evangelium wird Sonntag für Sonntag weiter gelesen. Unterbrochen wird das nur von besonderen Festen und den „geprägten Zeiten“, damit sind der Advent und die Weihnachtszeit gemeint, aber auch die Fasten- und Osterzeit.
Innerhalb von drei Jahren lesen wir uns so durch die wesentlichen Teile der Bibel. Die Evangelien hat man recht geschickt aufgeteilt: Im ersten Jahr (Lesejahr A genannt – bis zum ersten Advent sind wir noch in diesem Lesejahr!) ist das erste Evangelium, das Matthäus- Evangelium aufgeteilt. Im zweiten Jahr … na klar, Markus ist das zweite Evangelium und auch das kürzeste. Deswegen kommen im Sommer (und überhaupt an vielen Feiertagen) Abschnitte aus dem vierten, dem Johannes-Evangelium dran. Und danach? Richtig, Lukas.
Es gibt also eine ausgetüftelte Leseordnung, die genau beschreibt, welcher Text wann gelesen wird. Da kann man vorher schon mal nachschauen, welcher Text drankommt. Auf der KoVo-Seite verlinken wir mehrere Internetangebote dazu.
Die Bibel ist also nicht nur für Dich als Christ beziehungsweise Christin wichtig – sondern auch für uns gemeinsam als Christen. Deswegen wird auch in jedem Gottesdienst in der Bibel gelesen. Manchmal beschließt der Gottesdienstleiter / die Gottesdienstleiterin, nicht alle drei Sonntagstexte vorlesen zu lassen. Wenn er / sie tatsächlich nur einen Bibeltext nehmen möchte, ist es das Evangelium.
Evangelium – auch wieder ein Wort aus dem Griechischen. Es heißt: Frohe Botschaft – die Erzählungen von Jesus sollen uns froh machen. Denn Jesus erzählt uns von einem Gott, der jeden einzelnen Menschen liebt.

Was Du tun kannst…
- Dich auf einen (Sonntags-)Gottesdienst vorbereiten (Texte durchlesen und durchdenken) und mitfeiern.
- Die Stilleübung zum Ambo machen.
- Für Deine Bibel einen besonderen Platz in Deinem Zimmer herrichten.
- Einen Bibeltext als Lied singen / aus dem Text ein Lied machen
- Ein Lied zu einem Bibeltext suchen und anhören.
- In der sogenannten klassischen Musik gibt es viele große Werke zu Bibeltexten: Der Messias, Die Johannespassion, Kantaten … Magst Du mal in ein solches Werk hineinhören?
- …

Lieber Gott,

hilf mir dabei,
meine ganz eigene Weise zu finden,
mit der Bibel umzugehen.
Du weißt, was ich gerne mache.
Gib mir eine gute Idee,
wie ich das mit der Bibel machen kann.
Stärke mich
mit Deinem Heiligen Geist,
damit die Bibel zu meinem Buch wird.
Amen.

Admin - 13:52 | Kommentar hinzufügen

13.11.2020

Wie kann ich in der Bibel lesen

Der allererste Schritt ist natürlich, dass Du Dir eine Bibelausgabe suchst, die Du gern in die Hand nimmst und drin liest. Vielleicht hast Du ja schon längst eine Kinderbibel. Oder Ihr findet in Eurer Wohnung sogar mehrere Bibeln, unter denen Du auswählen kannst. Falls Ihr noch eine anschaffen wollt, könnt Ihr mal auf der KoVo-Seite nachschauen, da können wir (und Ihr auch!) etwas ausführlicher empfehlen. In einer Buchhandlung kann man auch mal herumblättern, ob einem diese Bibel tatsächlich gut gefällt.
Und dann – lies drin! Vielleicht magst Du mit den Jesusgeschichten anfangen. Ab da einfach jeden Tag oder jeden zweiten Tag oder jeden Sonntag oder … eine Geschichte lesen. Abends zum Tagesausklang oder morgens zum Tageseinstieg.
Mir hilft es immer, kurz inne zu halten, bevor ich meine Bibel aufschlage. Ich bete darum, dass ich es gut verstehe. Und dass ein Satz oder ein Wort ganz tief in mein Herz fällt. Du kannst auch das Kreuzzeichen beten.
Wenn Du Zeit hast, kannst Du nachdenken: Was habe ich nun über Jesus, über Gott erfahren? Was spricht mich an?
Wenn Dir die Bibel gehört, kannst Du auch Zeichen hineinmachen: Unterstreichen, was Dich anspricht. Ein Ausrufezeichen an den Rand, wenn Dir etwas wichtig ist. Ein Fragezeichen, wenn Du etwas nicht verstehst – oder etwas da steht, über das Du mal länger nachdenken willst. Einen Blitz für … Denk Dir einfach Zeichen aus!
Die Bibel ist ein Lebensbuch, deswegen darf man das Leben darin ruhig sehen! Du kannst Dir den wichtigsten Satz herausschreiben (und in Deine Schatzkiste legen – oder wieder zurück in die Bibel). Oder ein Bild dazu malen.
Du kannst die Bibelstelle auch nachspielen. Meinst Du, das geht mit Deinen Freundinnen oder Freunden? Oder einfach für Dich – bau die Geschichte mit Lego, Puppen, Playmobil oder was auch immer nach. Spiel sie nach, bau Varianten ein, … such auch für Dich eine Spielfigur. Geh damit zu Jesus oder einer anderen handelnden Figur – kommt ins Gespräch!
Manchmal kommen dabei Fragen auf. Hast Du jemanden, mit dem Du sie besprechen kannst? Deine Eltern, der KoVo-Pate / die KoVo-Patin, Freunde? Nicht auf alle Fragen gibt es sofort eine Antwort. Mitunter muss man eine Frage auch länger mit sich herumtragen, bevor man die Antwort findet. Andere Antworten kann man in Büchern oder im Internet finden. Du kannst Deine Fragen natürlich auch auf der KoVo-Seite stellen, dann suchen wir gemeinsam nach einer Antwort.
Es gibt Menschen, die sagen: Die Bibel ist das heilige Buch. Da traue ich mich nicht, einfach so drin zu lesen, ich könnte ja etwas falsch verstehen. Nicht umsonst haben andere Menschen das ja studiert!

Ich behaupte: Wenn Du darum betest, richtig zu verstehen und die Bibel mit einem offenen Herzen liest, ist das viel besser, als gar nicht darin zu lesen. Wenn Du beginnen möchtest, anderen die Bibel zu erklären – ja, dann solltest Du auch lernen, wie das geht. Bibelwissenschaft ist ein sehr spannendes Fach! Aber um für sich selber in der Bibel zu lesen und mit anderen zu suchen, wie Ihr das richtig verstehen könnt – dafür reicht Dein gesunder Menschenverstand und Dein offenes Herz.
Viel Freude dabei!

Was Du tun kannst…

- Einen Ausflug zu einem Bibelmuseum, einem Bibeldorf…
- überlegen, was Du mit der Bibel tun willst.
- Eine Bibelgeschichte nachspielen
- Habt Ihr schon eine Verkleidungskiste? Vielleicht ergänzen mit Dingen, die man für biblische Geschichten gebrauchen kann …
- Einen Umschlag für Deine Lieblingsbibel erstellen - aus Papier, Stoff, Plastik … und entsprechend bemalen bzw. verzieren.
- Gespräch - Einen Tipp von den letzten Wochen aufgreifen.
- …

Lukas 4, 16-21

Admin - 13:22 | Kommentar hinzufügen