Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

10.03.2021

Eucharistie

Auch das Wort „Eucharistie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Danksagung. Dass so viele „Kirchen-Worte“ aus dem Griechischen kommen, liegt an der Herkunft des Christentums. Jesus selber hat Aramäisch gesprochen – das war die Sprachen der Juden damals. Als sich das Christentum weiter ausbreitete, geschah das erst mal auf dem Gebiet des römischen Reiches. Die Sprache, die von den gebildeten Menschen damals gesprochen wurde, war Griechisch. So ähnlich, wie es jetzt mit Englisch ist: wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Ländern unterhalten möchten, nutzen sie meistens Englisch. Eine andere Sprache, aus der auch viele Worte kommen, ist Latein – die Vorgängersprache von Italienisch, also die andere Sprache des römischen Reiches. Aber zurück zum Wort Eucharistie. Danksagung. Wenn Du Dich an das Abendmahl Jesu erinnerst. Da heißt es in der Bibel:
„Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11, 23-24 EU). Dies erzählt der Priester, wenn er am Altar steht und mit uns die Messe feiert. Wir erinnern uns an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Wir Mitfeiernde schlüpfen gewissermaßen in die Rollen der Jünger. Der Priester tut das, was Jesus damals getan hat: Er nimmt das Brot, dankt Gott, bricht das Brot und wiederholt die Worte Jesu: Das ist mein Leib. Und so geschieht heute wieder das, was damals geschehen ist: In diesem Brot kommt Jesus zu uns. Er will uns nahe sein. Er will bei uns, in uns sein. Dieses gewandelte Brot bezeichnen wir nun auch als Eucharistie. Es sieht immer noch gleich aus, schmeckt gleich, riecht gleich, fühlt sich gleich an. Aber wir glauben: Es ist nun zum Leib Christi geworden. Christus ist ja der Ehrentitel für Jesus, wir sagen oft: Jesus Christus. Christus meint: Gesalbter. Wir drücken damit aus, dass Jesus eben mehr ist als ein Mensch. Er ist auch Gott, er ist der Gesalbte, der Erlöser, der Befreier.
Mit Leib meinen wir nicht nur den Körper. Leib meint den ganzen Menschen. Der „Leib Christi“ meint also den ganzen Jesus, der im Brot zu uns Menschen kommt. Wenn der Priester – oder ein Kommunionhelfer / eine Kommunionhelferin – den Gläubigen die Eucharistie reichen möchte, zeigt sie/er erst einmal das Brot und sagt „der Leib Christi“. Sie/er könnte auch sagen: „In diesem Brot kommt Jesus zu dir. Glaubst du daran?“. Die Empfängerin / der Empfänger sagt dann „Amen“, das bedeutet: So sei es. Es ist eine feierliche Bestätigung: Ja, das glaube ich. Ja, so ist das. In diesem Fall: Ja, in diesem Brot kommt Jesus zu mir.
Jesus war ja jemand, dem gerade die armen Menschen, die kranken Menschen, die Menschen, die irgendwie am Rand standen, am Herzen lagen. Er ist immer auf sie zu gegangen, hat mit ihnen gesprochen, hat viele von ihnen geheilt. Deswegen wollten die Christen schon früh, dass Jesus im Brot auch zu den Menschen kommen kann, die es nicht zur Messe schaffen: Zu den Kranken. Zu den Menschen im Gefängnis.
Manchmal machen sich deswegen Menschen aus der Messe heraus mit der Eucharistie auf den Weg, um sie zu Menschen zu bringen, die Jesus brauchen. Dann wiederum hört man später am Tag: Da ist ein Mensch krank, der würde sich über die Eucharistie freuen.
Für solche Fälle wird immer Eucharistie aufbewahrt. Weil das für uns ja nicht mehr einfaches Brot ist, sondern Jesus selbst, braucht es dafür einen besonderen Ort. Wir nennen ihn „Tabernakel“ – das bedeutet: Zelt, Hütte. Das ist ein kostbar gestalteter Schrank in unserer Kirche. In der Nähe dieses Tabernakels brennt eine Kerze. Die soll nie ausgehen, weil sie auf Jesu Gegenwart in dieser Kirche hinweist. So nennen wir sie auch „ewiges Licht“.
Such doch mal in Deiner Kirche nach dieser Flamme (in einem roten Glas) – und dann in der Nähe nach einem kostbaren Schränkchen, meist etwas erhöht, auf etwas anderem drauf. Im Video zu dieser Woche zeigen wir Dir den Tabernakel aus wenigstens einer Kirche – und wie man ihn entdecken kann.

Was Du tun kannst …
- In Eurer Kirche den Tabernakel suchen - oder Dir zeigen lassen.
- Üben, um den Zungenbrecher “Eu-cha-ris-tie” aussprechen zu können :-)
- Beten: Eucharistie bedeutet Danksagung. Wofür möchtest Du Danke sagen? Für Menschen … für Dinge … für Erlebnisse … für …
- Aufmalen, was Dir zu diesem Thema in den Sinn kommt; aufschreiben, was dazu basteln …
- …

Jesus,
ich freue mich schon darauf,
dass ich auch bald meine Hände ausstrecken, 
Dir meine leeren Hände hinhalten kann. 
Du wirst sie füllen.
Zwar wird mir nur ein kleines Stück Brot 
auf die leeren Hände gelegt,
aber ich glaube:
Das bist Du.
Du kommst zu mir.
Du kommst mir ganz nahe.
Ich freue mich drauf!

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28.02.2021

“… Unser tägliches Brot gibt uns heute …”

Vielleicht ist es dir bereits aufgefallen. Und falls nicht, dann lies die Überschrift zu dieser Woche einfach noch einmal.
Kommt sie dir bekannt vor? Hast du diesen Satz schonmal gehört, gesprochen oder gebetet?
Ich wette mit Dir, das hast Du! Denn es ist ein Satz aus dem wichtigsten Gebet der Christen, dem: Vater Unser! Du kannst es ja mal kurz beten und dich davon selbst überzeugen, dass ich keinen Unsinn erzähle.
Was steckt denn dahinter, wenn wir “unser tägliches Brot gib uns heute” beten? Für uns ist es (meistens) selbstverständlich, dass wir täglich genug zu Essen haben, dass wir alles haben, was wir zum Leben brauchen. Aber so selbstverständlich es auch für uns ist, so ist es das für viele andere Menschen nicht. Mir wurde das als Kind schon sehr früh klar. Um 19:00 wurde bei uns zu Hause der Fernseher angemacht und meine Eltern schauten die täglichen Nachrichten. Oft setzte ich mich dazu und nicht selten sah ich Bilder von Kindern, von Familien, die anscheinend sehr arm waren und zum Beispiel sogar in Kriegsgebieten lebten. Vielleicht kennst du diese Bilder auch. Manchmal kommt im Fernsehen auch Werbung von “Unicef”, oder “Brot für die Welt”. Beides sind Organisationen, die versuchen, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Sie verteilen essen und Medikamente, versuchen zu helfen, wo sie können.
Im Vater unser bitten wir unseren Vater, also Gott, um das tägliche Brot, eben weil wir wissen, dass wir alles, was wir zum Leben benötigen, nur durch ihn erhalten. Deshalb sollten wir auch das, was wir haben, mit unseren Mitmenschen teilen.
Da habe ich doch direkt einen Ohrwurm von einem berühmten Familiengottesdienstlied: “…Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt…”. Dieser Liedvers erscheint mir gerade als sehr wahr.
“Unser tägliches Brot?! Was ist das denn eigentlich? Klar, Brot ist ein Grundnahrungsmittel. Wenn du nicht gerade Cornflakes zum Frühstück isst, dann ist du vermutlich Brot. Und samstags oder sonntags gibt es vielleicht auch mal Brötchen. Aber was gibt deinem Leben denn noch “Grund”? Was brauchst du denn noch zum Leben? Oder soll ich besser fragen: Wen brauchst du noch zum Leben? Ohne Mama und Papa geht es doch vermutlich nicht. Und du kannst dich auch glücklich schätzen, wenn du Geschwister hast, Omas und Opas, und ein paar gute Freunde. Denn das sind Menschen, die dich lieben oder dich zumindest super gerne haben! Und Du sie bestimmt auch. Das Gefühl von “geliebt sein” ist das Grundnahrungsmittel für dein Herz, für deine Seele. Dieses Gefühl äußert sich, wenn dir zum Beispiel ganz “warm ums Herz” wird. Es ist das schönste Gefühl, dass ich kenne.

Bibelkuchen

Wie wäre es denn heute mal mit einem Kuchenrezept? Ein leckerer Kuchen ist ja irgendwie ein Grundnahrungsmittel für den Körper und für die Seele. Bei einem Stück Kuchen würde meinem Papa zumindest definitiv auch warm ums Herz werden!
Bei diesem Bibelkuchen-Rezept kann man sich auf originelle und ungewöhnliche Weise mit der Bibel beschäftigen. Die einzelnen Zutaten müssen in einer Art Suchspiel herausgefunden werden. Die Backzutat verbirgt sich hinter der angegebenen Bibelstelle. Ist etwas nicht eindeutig, muss man es dem Kontext entnehmen. Ich denke nicht, dass du in deiner Kinderbibel fündig wirst. Nimm dir am besten eine “normale” Bibel zum Suchen.
Eine kurze Hilfestellung: Die Bibel besteht aus vielen einzelnen Büchern. Wenn wir auf die erste Zutat gucken heißt das also, wir finden die Zutat im Buch der Psalmen, im Kapitel 55 unter Vers 22. Das Buch der Psalmen findet sich außerdem im “ersten”, Teil der Bibel, dem Alten Testament.
Kleiner Tipp.. oder ist es Dir schon selbst aufgefallen?: Alle Zutaten müssen im Alten Testament gesucht werden.
1. 250g Psalm 55,22
2. 6 Stück Jesaja 10,14
3. 1,5 Tassen Richter 14,18
4. 4,5 Tassen 1 Könige 5,2
5. 2 Tassen Levitikus 2,13
6. 1 Tasse Numeri 17,23
7. 1 Prise Levitikus 2,13
8. 3-4 Teelöffel Jeremia 6,20
9. 0,75 Tassen Richter 4,19
10. 3 Teelöffel Backpulver

1+2 schaumig rühren.
Abwechselnd 3+4+9 hinzugeben, dann 7+8 hinzufügen.
6 zerkleinern und mahlen, mit 5 und einem Teil von 4 vermengen und dem Teig zugeben.
Durch das Vermengen wird vermieden, dass die Zutaten auf den Boden des Teiges sinken.
Zuletzt 10 unterziehen.
Anschließend den Teig in eine Kastenform geben und 50 bis 60 Minuten bei 200 Grad Celsius backen.
Viel Spaß beim Rätseln und Backen!

Admin - 12:07 | Kommentar hinzufügen

19.02.2021

Jesus feiert das Abendmahl mit seinen Freunden

Heute gehen wir in der Kirche weiter bis hin zu dem großen Tisch, den wir in der Kirche „Altar“ nennen. In jeder Messe erinnert uns der Priester von dort aus an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Freunden. Jesus war damals mit seinen Jüngern, die alles Menschen jüdischen Glaubens waren, nach Jersualem gekommen, um dort das größte jüdische Fest zu feiern, das Paschafest. Dieses Fest kennt einen genauen Ablauf mit viel Essen, deutenden Worten (alles erinnert an das Sklavenleben in Ägypten und die Befreiung durch Gott mit Hilfe von Moses) und Gebeten. Dabei weiß Jesus, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis seine Feinde ihn kriegen. Deswegen möchte er seinen Freunden eine neue Erinnerung schenken. Mitten in diesem Fest der Befreiung nimmt er deswegen das Brot in seine Hände, bricht es und sagt: Das bin ich. Und auch den Wein nimmt Jesus, segnet ihn und sagt: Das bin ich. Für euch. Nehmt immer wieder Brot und Wein, teilt es und seid Euch gewiss: In diesem Brot und in diesem Wein bin ich Euch ganz nahe.
Das muss für die Jünger ein ganz besonderer Moment gewesen sein. Sie haben gespürt: Wir müssen uns genau merken, was Jesus getan und gesagt hat. Und sie haben es immer weiter erzählt und uns sie haben es auch immer wieder miteinander gefeiert.
Und zwar nicht mehr nur jedes Jahr wie das Paschafest, sondern jede Woche, sogar jeden Tag. Und die Menschen haben gemerkt: In dieser Feier denken wir nicht nur einfach an Jesus. In dieser Feier essen wir nicht nur miteinander. In dieser Feier, im Brot und im Wein kommt uns Jesus unfassbar nahe. Im Brot, im Wein, kommt Jesus in uns.
Für mich ist das eine Fortsetzung dessen, wie uns Gott von Anfang an gezeigt hat, wie sehr Er uns liebt. Er hat uns geschaffen – und gesagt: Du bist gut.
Er hat in Jesus unser Leben geteilt und uns erzählt, wie gut Gott ist und wie sehr Er uns liebt. Er kommt uns ganz nah im Brot und lässt uns nie wieder allein. Ich esse ihn ja, nehme ihn in mich auf. Näher geht es nicht mehr. Es bleibt ein Stück Brot, wir können es genau so essen. Wir dürfen aber daran glauben: In diesem Brot empfangen wir Jesus.
Freut Ihr Euch schon darauf, ihn bei Eurer Erstkommunion das erste Mal empfangen zu dürfen?

Was Du tun kannst …
- Ein Stück Brot ganz bewusst wahrnehmen: Gründlich anschauen, dran riechen, es langsam essen - so lange kauen, bis sich der Geschmack verändert.
- Die Abendmahlsgeschichte nachspielen.
- Die Abendmahlsgeschichte in Deiner Kinderbibel suchen und lesen.
- Ein Bild vom Abendmahl malen
- Mit Deinem KoVo-Paten / Deiner KoVo-Patin ein Stück Brot teilen.
- Überlege: Gibt es etwas, was Du mit jemandem teilen kannst? Pausenbrot, eine Süßigkeit, Zeit …
- …

Jesus feiert das Abendmahl mit seinen Jüngern: Matthäus 26, 26-28

Admin - 09:36 | Kommentar hinzufügen

16.02.2021

Aschermittwoch - die Fastenzeit beginnt

Nach der bunten und fröhlichen Karnevalszeit ist der Aschermittwoch gekommen. Aschermittwoch ist für die Christen auf der ganzen Welt ein wichtiger Tag. Mit diesem Tag beginnt die 40tägige Vorbereitungszeit auf Ostern. 40 ist keine Zahl wie jede andere. Sie hat eine tiefe Bedeutung, deshalb nennen wir sie auch eine symbolische Zahl. Wichtige Ereignisse, von denen uns die Bibel erzählt, dauerten 40 Tage: 40 Tage wanderte der Prophet Elija zum Gottesberg Horeb. 40 Tage wanderte das Volk Israel mit Mose durch die Wüste. 40 Tage fastete Jesus alleine in der Wüste. Und mit dem Aschermittwoch beginnen auch für uns heute 40 neue Tage. Auch für uns können diese 40 Tage zu einer ereignisreichen Zeit werden, wenn wir uns von Gott rufen lassen, wenn wir aufmerksam sind für uns selbst, für unsere Mitmenschen, für das, was um uns herum geschieht.
Zwei besondere Zeichen hat der Aschermittwoch: Die Asche und das Kreuz.
Asche scheint vielleicht im ersten Moment ein komisches Zeichen zu sein. Im zweiten Moment macht es jedoch Sinn, denn sie erinnert daran, dass alles einmal zu Ende geht. Asche bleibt dort, wo etwas verbrannt ist. Jeder Mensch wird einmal sterben und zu Staub, zu Asche werden. Aber nicht nur das. Asche wurde früher als Reinigungsmittel verwendet, sie bedeutet auch, dass etwas gut und rein werden kann. Deshalb gab es vor langer Zeit einen Brauch: wenn man etwas falsch gemacht hatte, streute man sich Asche auf den Kopf. Daher kommt auch das Sprichtwort: “Asche über mein Haupt”. Ein anderer Brauch war es, sich in Asche zu setzen. Damit zeigt man: Ich sehe ein, dass ich etwas falsch gemacht habe, ich will versuchen, es wieder gut zu machen.
Zum Gottesdienst an Aschermittwoch bekommen wir ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gezeichnet. Damit soll unser eigener Fastenweg beginnen. Das Aschenkreuz zeigt: Irgendwann werden wir sterben - aber wie Jesus werden wir auferstehen. Wir versuchen einzusehen, was falsch war und bemühen uns, es besser zu machen, in der Gewissheit, dass Jesus uns dabei helfen wird.
Beim Zeichnen des Aschenkreuzes wird uns das auch gesagt. Es gibt verschiedene Sätze, die aber das Gleiche meinen. In einem Gottesdienst für Erwachsene wird ihnen gesagt: “Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.” Oder: “Kehr um und glaub an das Evangelium”.
Bei einem Familiengottesdienst oder einem Schulgottesdienst wird dir als Kind zum Beispiel dies zugesagt: “Jesus ist dein Freund. Zeige, dass du auch sein Freund bist. Sei mutig und stark”.
Und was bedeutet nun das Kreuz? Das Kreuz ist ein Zeichen des Neuen Anfangs, dass Gott bei dir ist, an jedem Tag.
Asche und Kreuz sind also zwei kraftvolle Zeichen.

Gut zu wissen…
Bei der Asche handelt es sich nicht einfach um Asche aus dem Kaminofen von zu Hause. Es handelt sich um die Asche der Palmzweige vom Palmsonntag des Vorjahres, die extra für Aschermittwoch verbrannt werden.
Der Aschermittwoch gilt als strenger Fastentag. An diesem Tag soll kein Fleisch gegessen werden. Ein alternatives und traditionelles Gericht ist “saurer Hering”.

Von Aschermittwoch bis Ostern sind es nur 40 Tage, wenn wir die Sonntage abziehen. Sonntags ist also kein Fastentag.

Was du tun kannst…
Fasten bedeutet nicht, dass nur auf “essbares” verzichtet werden soll. Es macht Sinn, auf etwas zu verzichten, dass man wirklich sehr gerne hat oder sehr gerne macht. Dann freut man sich auch umso mehr, wenn man es Ostern wieder hat. Überlege dir doch eine Kleinigkeit zum fasten. Das kann zum Beispiel eine Fernsehserie sein, Süßigkeiten, oder auch das “Ernörgeln” von Dingen, wenn du mit deinen Eltern einkaufen bist.

Jesus,
du warst 40 Tage in der Wüste
und hast dich so darauf vorbereitet,
den Menschen von Gott zu erzählen.
Wir beginnen die Fastenzeit - 40 Tage bis Ostern.
Lass uns in dieser Zeit gut auf dich hören.

Hilf uns zu sehen, worauf wir verzichten,
wem wir helfen können, und lass es uns auch tun.
Schenke uns eine gesegnete Fastenzeit.
Amen.

Admin - 12:03 | Kommentar hinzufügen

Feiern ist auch schön!

Karneval und Kirche?! Passt das zusammen? Was meinst Du?
Karneval ist natürlich kein Fest des Kirchenjahres aber es verbindet die zwei wichtigsten Zeiten bzw. Hochfeste der Kirche. Karneval ist zwischen Weihnachten und Ostern. Und wenn ich ehrlich bin, spielt “die fünfte Jahreszeit” nicht nur im Rheinland, in Köln und Düsseldorf eine wichtige Rolle, sondern auch hier bei uns in der Warburger Börde und Umgebung. Auch hier gibt es so manche “Karnevalshochburgen”, wie Volkmarsen, Wrexen oder Giershagen.
Die Bibel erzählt uns auch von fröhlichem und ausgelassenem Feiern. Hier habe ich euch eine Stelle herausgesucht:
Psalm 150, 1-6

Gut zu wissen…
Was heißt eigentlich Halleluja?
Halleluja ist die deutsche Übersetzung vom hebräischen Wort ַה ְלּלוָּיהּ (hallelu-Jáh). Es setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Das eine ist das hebräische Wort “hillel”, was “preisen, verherrlichen, laut rufen” bedeutet. Das andere ist das Wort “Jah”. Jah ist die Kurzform von JHWH. Das spricht man: Jahwe aus und bedeutet: “Ich bin der, ich bin da.” Und wer ist immer da? Na klar, Gott! Findest du es komisch, dass die Juden nicht einfach “Gott” sagen? Das hat einen Grund: Die Juden empfinden Gott als so groß und mächtig, dass sie nicht wagen seinen vollen Namen zu sagen. Und außerdem können wir im Alten Testament lesen, dass Gott zu Mose gesprochen hat und ihm sich mit diesem Namen vorgestellt hat.
Also: Halleluja bedeutet: “Lobt Gott!” Und wie das gehen kann, das steht zum Beispiel im Psalm 150.

Der lachende Jesus
Wie stellst Du dir eigentlich Jesus vor? Was kennst du für Jesus Darstellungen? Hast du schon einmal ein Jesus Bild gesehen, dass einen lachenden Jesus zeigt? Da staunst du jetzt vermutlich und das habe ich damals auch getan, als ich dieses Bild (im Papierkalender) zum ersten Mal gesehen habe.
Hat Jesus gelächelt? Hat er gegrinst, gekichert oder vielleicht sogar mal richtig laut gelacht? Einen Lachflash bekommen, bis er Seitenstechen hatte?
Ich weiß es nicht und auch in der Bibel finden wir keinen Hinweis darüber. An zwei Stellen können wir lesen, dass er geweint hat, aber lachen? Trotzdem denke ich für mich, dass Jesus nunmal ein Mensch war und alle Gefühle kennt, die wir so kennen. Und nach Tränen kommt auch wieder ein Lachen. Manchmal gibt es sogar Freudentränen.
Warum auch immer wurde in den Anfängen des Christentums, also vor ca 2000 Jahren gedacht, ein Christ dürfe nicht lachen. Vielleicht kennst du auch das Wort “Heidenspaß” oder auch die Redewendung “Wir hatten einen Heidenspaß”. Als “Heiden” wurden früher Menschen bezeichnet, die keiner Religion angehörten oder auch an viele verschiedene Götter glaubten und zu diesen beteten. “Heidenspaß” meint also auch, dass Christen mit Humor, Lachen und Scherzen nichts zu tun haben.

Admin - 11:57 | Kommentar hinzufügen