Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

11.09.2020

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

… So lauten die Worte des Kreuzzeichens.
Das Kreuz erzählt uns von Jesus, der gestorben und auferstanden ist. Für uns Christen ist es das wichtigste Zeichen. Es erinnert uns daran, dass wir zu Jesus gehören. In vielen Häusern hängt ein Kreuz. Mal aus Holz, mal ein getöpfertes aus Ton. Wir können jedoch gewiss sein, dass in diesem Haus dann Christen wohnen. Manchmal finden wir es in der Küche. Ich kenne so einige Familien, die eine kleine Gebetsecke mit Kreuz und Mutter-Gottes-Figur bzw. Mutter-Gottes-Bild in der Küche haben, denn die Küche ist oft der zentralste Ort des Hauses. Am Küchentisch wird gemeinsam gegessen und beim Essen werden meist wichtige Gespräche geführt und Entscheidungen getroffen, die unter dem Segen Gottes stehen sollen. Oft ist ein Kreuz auch schon im Eingangsbereich direkt sichtbar, wenn die Haustür aufgeht. So ist es auch bei mir zu Hause. Es soll uns beim Hineingehen und Hinausgehen daran erinnern, dass wir Christen und Christinnen sind und unter dem Segen Gottes stehen. Wenn wir es beim Hinein- oder Hinausgehen sehen, sind wir dazu eingeladen, das Kreuzzeichen selber mit unserem Körper, mit unserer Hand zu machen.
Das Kreuzzeichen geht so: Wenn du Rechtshänder bist, dann nimmst du deine Hand und tippst dir zunächst an die Stirn, dann an den Bauch, dann an die linke Schulter und zuletzt an die rechte Schulter. 
Wenn du Linkshänder bist, startest du auch zunächst mit dem Antippen der Stirn, dann des Bauches, dann an die rechte Schulter und zuletzt an die linke Schulter.
Kurz gesagt: von oben nach unten, den Arm lang machen zur gegenüberliegenden Schulter und dann den kurzen Weg zur Schulter des Armes.
Es handelt sich also um zwei Richtungen: von oben nach unten, von rechts nach links bzw. links nach rechts.
Nach oben, denn dort ist Gott. Gott ist im Himmel. Nach unten, denn wir sind hier auf der Erde. Rechts und links von uns sind unsere Mitmenschen. Wir verbinden uns also mit Gott und Gott verbindet sich mit uns. Außerdem verbinden wir uns untereinander als Gemeinschaft.

Zum Kreuzzeichen sprechen wir: “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.” Versucht es einmal selbst.
Wer ist denn mit Vater, Sohn und Heiliger Geist gemeint?
Vater - Gott, unser Vater im Himmel. Er ist von Anfang an da, hat alles geschaffen.
Sohn - Jesus Christus, Gottes Sohn, der auf der Erde gelebt hat vor 2000 Jahren, um die Menschen zu Gott, seinem und unseren Vater zu führen. Er ist gestorben und auferstanden und in den Himmel aufgefahren.
Heiliger Geist - Jesus hat uns jemanden auf der Erde gelassen, der damals die Jünger und heute uns zusammenführt in seinem Namen. Ihn können wir nicht sehen, doch er ist da. Der Heilige Geist ist Jesu Liebe, die uns heute zu einer Gemeinschaft in der Kirche zusammenführt.

Gut zu wissen…
Das Sprechen von: “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” und gleichzeitige Bezeichnen mit dem Kreuzzeichen ist das kürzeste Glaubensbekenntnis, dass ein Christ oder eine Christin machen bzw. sprechen kann. Wir glauben an Gott als Vater, an den Sohn und an den Heiligen Geist. Mit dem Kreuzzeichen stellen wir uns unter das Symbol des Kreuzes, unter den Segen Gottes.

Wenn du die Arme ausstreckst bildest du auch ein Kreuz. Du bildest ein Kreuz, das auf der Erde verwurzelt ist und sich zum Himmel ausstreckt. Kopf, Arme und Beine zeigen in vier verschiedene Richtungen. Fast wie das Kreuz auf einem Kompass, dass die vier Himmelsrichtungen abbildet. Egal in welche Richtung wir uns drehen, Gott ist da. Egal, in welche Richtung wir gehen, Gott geht mit. 

Statt dem klassischen “Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” zum Kreuzzeichen kannst du auch andere Gebetssätze sprechen. Wie wäre es mit: “Behüte und beschütze mich”. Oder: “Ich gehöre zu dir.”

Im Christentum steht das Kreuz für Leben, Hoffnung und Zukunft.

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