Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

25.09.2020

Ein bisschen üben hilft …

Mit Gott zu sprechen ist wichtig. Ihm alles sagen zu können, was mich beschäftigt – und zu wissen, dass Er es versteht und mich genau so liebt wie ich bin, gehört für mich zum Wichtigsten meines Christseins.
Mir ist aber auch wichtig, dass ich nicht nur immer selbst rede, sondern auch höre. Nun spricht Gott nicht so wie meine anderen Freunde. Ich persönlich habe noch nie mit meinen Ohren die Stimme Gottes gehört. Und trotzdem sage ich: Gott spricht mit mir.
Gott spricht zu mir durch andere Menschen. Manchmal fallen mir in Gesprächen Worte ganz tief in mein Herz und ich denke noch lange darüber nach.
Gott spricht zu mir durch Sein Wort, durch die Bibel. Diesem Buch werden wir uns in einigen Wochen zuwenden.
Gott spricht zu mir durch die Kirche. Das sind einmal natürlich Menschen, für die das „durch andere Menschen“ gilt. Das sind aber auch die wichtigen Texte, die mir vom Papst oder den Bischöfen in die Hand gegeben werden. Da haben also auch wieder Menschen ziemlich lang um ein Thema gerungen, gebetet, Lösungen geprüft. Das schaue ich mir wenigstens mal an und gucke, was dadurch in mir zum Klingen kommt.
Gott spricht zur mir durch die Stille. Wenn ich still werde, dann reift in meinem Inneren eine Erkenntnis, eine neue Idee steigt mir auf – oder ich werde einfach nur gelassener im Umgang mit meinem Alltag.
Aber – hast Du mal versucht, dich „einfach so“ mal hinzusetzen und still zu werden? Das ist gar nicht so einfach!! Ich habe mich da anfangs sehr schwer damit getan. Da es aber ganz viele Christen gibt, die sagen, dass das „still werden“ sehr wichtig ist und einem hilft, habe ich es weiter versucht. Und erlebt, dass es mir gut tut. Deswegen möchte ich es an Dich weiter geben.
Wenn wir dies Stilleübung nennen, wird deutlich: Es braucht ein wenig Übung. Es öfter mal ausprobieren, nicht nur einmal. Nochmal. Und nochmal. Und … Die meisten Menschen merken nach einigen Malen: Es fällt mir leichter. Es tut mir gut. Es hilft mir. Einige Menschen müssen ein bisschen hin- und herprobieren. Sie verändern Kleinigkeiten. Probieren mal eine etwas andere Stilleübung aus.
Wieder andere Menschen merken: Das ist einfach nichts für mich. Diese merken: ich werde still / kann mich konzentrieren oder gut nachdenken, wenn ich … meine Hände beschäftige (stricken, häkeln, malen – worüber ich nicht nachdenken muss). … wenn ich Trampolin springe … spazieren gehe …
Herzlichen Glückwunsch, wenn Du nach einiger Zeit herausgefunden hast, auf welche Weise DU gut ruhig werden, nachdenken, beten kannst. Im Laufe der Zeit mag sich das auch noch verändern: Du lernst ja immer wieder Neues kennen, und Du veränderst Dich auch. Und das ganze Leben bleibt eine spannende Entdeckungsreise…

Die Stilleübung, die wir Dir anbieten möchten, stellen wir Dir  in einem Video vor. Besser gesagt: In zwei Videos. Da gibt es ein Video, wo erklärt wird, wie es geht. Und dann noch einmal ein Video, wo Du mitmachen kannst. Zum Mitmachen werden wir öfter ein Video einstellen, weil uns diese Stilleübung durch die KoVo begleiten wird.

Was du tun kannst …
- Selber die Stilleübung ausprobieren
- Einen Ort herrichten, wo ich still werden kann (mit einem schönen Bild, wenig Ablenkung …)
- mal auf die Stille hören: im Haus, draußen …
- wohltuende Geräusche sammeln
- Gespräch: Wie wird Dein Gesprächspartner (Eltern, Großeltern, KoVo-Pate … ?) still? Wie kommen sie wieder “runter”, wenn es gerade sehr aufregend war? Kannst Du davon auch mal was ausprobieren? ibt es einen Ort, an dem sie still werden oder auftanken können?
- Manchen hilft eine ruhige Hintergrundmusik dabei, still zu werden (man lauscht nicht mehr auf jedes Geräusch). Geh doch mal auf die Suche, was ihr daheim habt!

1 Könige 19, 11-13

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