Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

23.10.2020

Meine Taufe

Erinnerst du dich an deine Taufe? Nein? Ich erinnere mich auch nicht. Aber dafür gibt es zum Glück ein schönes Fotoalbum, wo ich nachschauen kann. Und das ist ganz schön spannend, denn es gibt einiges zu entdecken. Auf den Fotos habe ich entdeckt, dass auch eine weitere Familie bei der Tauffeier dabei war. Frauke wurde an dem gleichen Tag getauft wie ich. Damals waren wir noch Babys und heute sind wir Freundinnen, die das gleiche Taufdatum verbindet. 
Auf den Fotos bin ich auch mit meinen beiden Patentanten Therese und Christa zu sehen. Ich hatte ja schon erwähnt, dass meine Eltern sich für den Namen “Theresa Christin” entschieden haben. Und das nicht ohne Grund. Fällt es euch auf? Ich bin nach meinen beiden Patentanten benannt. Auf dem Foto schauen sie sehr stolz in die Kamera. Tante Therese vielleicht sogar ein bisschen mehr als Tante Christa, denn ich bin bis heute ihre einzige Patentochter.

Es ist auch sehr lustig zu gucken, was die Gäste damals auf den Fotos so zum Anziehen trugen, oder was diese für Frisuren hatten. Die Mode von vor ca 9 Jahren ist ja nicht mehr die Mode vom Jahr 2020. Meine Taufe war im Jahr 1994. Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie komisch die aus heutiger Sicht aussehen.
Also… warum fragst du nicht mal deine Eltern nach deinem Fotobuch? Schaut es euch zusammen an. Frag nach, ob etwas lustiges, etwas schönes, etwas besonderes bei deiner Taufe passiert ist. Du kannst ja auch deine Paten interviewen, woran diese sich erinnern können.
Vielleicht kann ich nochmal kurz aus dem Nähkästchen plaudern und euch zum Fotos gucken ermutigen: Es gibt ein richtig lustiges Foto von der Taufe meiner Schwester. Ein echter Schnappschuss! Meine Eltern stehen gemeinsam Pastor Sander und dem Taufbecken gegenüber. Meine Mama hält meine Schwester im Arm und ihr ist anzusehen, dass sie sich auf die Worte von Pastor Sander konzentriert. Mein Papa schaut ebenfalls sehr konzentriert und andächtig aus, mit dem kleinen Unterschied, dass er den Arm zur Seite hält und meinen Bruder an seinen blonden Haaren festhält. Dieser versuchte nämlich genau in dem Moment wegzulaufen.
Außer dem Fotoalbum ist es bestimmt auch spannend, einen Blick in das Familienstammbuch zu werfen. Wenn du dich fragst, was das ist… Frag deine Eltern und wagt einen gemeinsamen Blick hinein.

Was Du tun kannst:
Du kannst dir ein Weihwasserbecken für zu Hause basteln. Zum Beispiel aus farbiger Modelliermasse. Die ist einfach zu formen, man kann die Farben sogar mischen und wenn du es im Ofen backst, wird es schön hart. Es ist eine super Alternative zu Ton, denn kaum jemand hat einen Töpferofen zu Hause. 
Alternativ könnt ihr auch ein Glasschälchen mit Window-Colour anmalen.

Du kannst dich mit Weihwasser bekreuzigen und dich dabei ganz bewusst an deine Taufe erinnern. Dazu kannst du sprechen: “Dein bin ich. Reinige mich. Stärke mich. Beschütze mich.”

Gut zu wissen:
Wo gibt es Weihwasser? Also geweihtes Wasser? In der Kirche gibt es an drei Orten Weihwasser. An den Ein- und Ausgängen, um sich beim Betreten und beim Hinausgehen zu bekreuzigen und sich so unter den Segen Gottes zu stellen. Dann natürlich im Taufbecken. Und außerdem in einem Gefäß, meist ein Tonkrug mit Deckel, aus dem sich jeder Weihwasser in ein eigen mitgebrachtes Gefäß abzapfen kann.
Du kannst dich ja auf Entdeckungstour in eine Kirche begeben und dir Weihwasser abfüllen, um es mit nach Hause zu nehmen.
Wundere dich nicht: An den Ein- und Ausgängen sind die kleinen Weihwasserbecken momentan nicht gefüllt. Du kannst dir vielleicht schon denken warum: Es ist “Coronazeit”. Nichtsdestotrotz kannst du dich ja einfach so bekreuzigen.

Wasser ist ein Lebenselixier. Kennst du vielleicht die Rose von Jericho? Meine Schwester hat sich als Kind eine von unserer Mama gewünscht, als wir auf Libori auf dem Pottmarkt waren. Denn dort gab es einen Blumenstand, die die Rose von Jericho anpriesen als ganz besondere Pflanze. Und das ist sie tatsächlich. Sie sieht aus wie ein zertrockneter Knäuel aus kleinen Zweigen. Für mich sieht es sogar aus wie vertrocknete Lebensbaumhecke. Wer es nicht weiß, hätte dieses Knäuel bestimmt schon in der grünen Tonne entsorgt. Aber es steckt Leben in ihr! Wenn ,am sie in eine Schale legt und mit warmen Wasser übergießt, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. In kurzer Zeit entfaltet sie sich und wird grün. Das Wasser erweckt sie zum Leben. Probiert es doch mal aus! Frag im Blumengeschäft oder Gartenmarkt, ob sie eine Rose von Jericho haben. Bestimmt bestellen Sie sie auch für Dich, dass du sie später abholen kannst. Es ist echt ein faszinierendes Experiment!

Admin - 10:25 | Kommentar hinzufügen

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