Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

10.12.2020

Vorbereitungen

Schon über die Hälfte der Adventszeit ist vergangen. Bestimmt bist du mit deiner Familie auch schon fleißig am vorbereiten. Im Haus wird dekoriert, es duftet nach frischen Plätzchen vom ganzen Backen. Und bald wird der Tannenbaum geschmückt.
Hast du dich schon einmal gefragt, warum wir uns zu Weihnachten einen Tannenbaum ins Wohnzimmer stellen? Ich habe mal nachgeforscht und erkläre es dir hier: Verglichen mit der Zeit der Geburt Jesu vor über 2000 Jahren ist der Brauch des Tannenbaumes bzw. Weihnachtsbaumes noch sehr jung. Den gibt es erst seit ca 450 Jahren. Und zu dieser Zeit wurde der Baum nicht einfach mit Hilfe des  Christbaumständers auf den Boden gestellt. Er wurde Kopfüber, also mit der Tannenbaumspitze richtung Fußboden an die Zimmerdecke gehangen. Kannst du dir vorstellen warum?
Es hatte mehrere Vorteile. Früher waren die Häuser und Wohnungen noch längst nicht so groß wie heute. Früher gab es auch viel größere Familien. Oma, Opa, Mama, Papa und viele Kinder lebten auf “kleinem” Raum. Und da war es natürlich platzsparend, den Baum an die Decke zu hängen. Dann konnte sogar noch ein Tisch unter den Baum gestellt werden. Ein weiterer Grund ist auch, dass die Familien oft viele Kinder hatten. Wenn du Geschwister hast, dann weißt du ja, wie das ist. Man verträgt sich nicht immer und streitet, man tobt durch das Wohnzimmer und dir ist bestimmt auch schon mal passiert, dass du den Weihnachtsbaum knapp verfehlt oder beim vorbei laufen gestreift hast. Heute kann er dann schonmal wackeln und eine Kugel könnte hinfallen und kaputt gehen. Damals war das viel gefährlicher. Es gab noch keine Lichterkette, sondern echte Kerzen. Und wie schnell konnte da alles in Flammen stehen.
Martin Luther, der Gründer der Protestanten, also der evangelischen Christen, hat den Tannenbaum damals als offizielles protestantisches Weihnachtssymbol eingeführt. Wir Katholiken hatten lange Zeit nur die Krippe. Erst später kam der Tannenbaum dazu. 
Vor dem Tannenbaum war es üblich, sich grüne Zweige ins Haus zu holen. Das hatte keinen religiösen, sondern einen heidnischen Hintergrund. Grüne Zweige waren ein Symbol für Schutz und Fruchtbarkeit.
Christlich gedeutet weißt du aber schon seit ich dir das Grün des Adventskranzes erklärt habe, dass Grün für Licht und Hoffnung in der Dunkelheit des Winters steht.
Und wie war ein Tannenbaum früher geschmückt? Hast du auch da eine Idee?
Es wurden Lebensmittel an den Baum gehangen. Zum Beispiel: Äpfel, Nüsse und Spekulatius. Zwischendurch konnte man den beim vorbeigehen abnehmen und aufessen.

Wie kannst du dich denn noch auf Weihnachten vorbereiten? Wie wäre es denn mit Tannenbaumschmuck basteln? Zum Beispiel Sterne aus unterschiedlichsten Materialien. Denn Sterne sind ein schöner Brauch in der Weihnachtszeit. Sie kommen nicht nur als Tannenbaumschmuck vor, sondern auch in so vielen Liedern und Bildern, die mit Weihnachten zu tun haben. Auch die klassische Plätzchenform für Weihnachtskekse ist ein Stern. Es gibt Weihnachtssterne als Pflanzen. Achte einmal darauf, wie viele Sterne du nun überall entdecken kannst. Sterne erinnern an den Stern von Bethlehem, der die Geburt von Jesus am Himmel verkündete, sodass selbst die Sterndeuter im weit entfernten Morgenland davon erfuhren und den Weg zu Jesus Krippe fanden.

Was Du tun kannst:
Mach einen Abendspaziergang und zähl die Lichter oder Sterne in den Fenstern der Häuser
Bastel Tannenbaumschmuck. Da gibt es so viele schöne Dinge zum selbermachen. Ich stellle dir einige Ideen auf die KoVo Homepage zum Nachmachen ein.
Leg dir schonmal Perlen, Knöpfe, Basteldraht, Pfeiffenputzer parat… alles was sich zum Basteln eignen könnte.
Und: Sammel deine Teebeutelverpackungen. Daraus lassen sich super bunte Sterne falten!

Jesus,
Weihnachten kommt immer näher.
Lass uns deinen Stern sehen und ihm folgen.
Zeige uns, wie auch wir zu dir kommen können.
Schenke uns Freude für das Fest deiner Geburt.
Amen.

Admin - 12:43 | Kommentar hinzufügen