Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

15.03.2021

Die Heilige Messe

Die Messe nennen wir Heilig, weil sie etwas Besonderes ist, weil sie mit Gott zu tun hat – und weil sie uns heil machen soll. Mit „Messe“ bezeichnen wir den Gottesdienst, in dem die Eucharistie gefeiert wird. Hier feiert also ein Priester mit uns das Abendmahl Jesu.
Die Bezeichnung „Messe“ hat sie von ihren Schlussworten der lateinischen Messe (bis vor ca. 60 Jahren wurden lange Zeit alle Messen auf lateinisch, der Kirchensprache, gefeiert): „Ite missa est“, das bedeutet: „Geht, ihr seid gesendet“.
Die Messe ist also nicht etwas, was wir uns angucken oder anhören – sondern was wir mitfeiern und woraus wir einen Auftrag haben. Was wir dort verstehen, das dürfen und sollen wir in unser Leben VG hineinnehmen. Davon dürfen und sollen wir anderen Menschen erzählen. Das geht weiter.
Die Messe kennt vier Teile. Zuerst kommt die Eröffnung. Bei jeder Feier steht man ja erst mal ein bisschen zusammen, plaudert, erfährt, worum es heute geht, stellt sich auf die gemeinsame Feier ein. So ist das auch bei der Messe. Der Priester zieht mit den Messdienerinnen und Messdienern ein, beginnt die Feier mit dem Kreuzzeichen, benennt oft schon mal, worum es heute geht. Damit alle gut mitfeiern können, bedenken sie noch einmal kurz, was sie heute hindern könnte und bringen das mit dem Schuldbekenntnis oder mit den Kyrie-Rufen vor Gott. So hat man das übergeben und kann sich freuen und singt ein Loblied, dann spricht der Priester das Tagesgebet.
Darauf folgt mit dem Wortgottesdienst der zweite Teil. Uns werden Texte aus der Bibel verkündet und ausgedeutet. Die erste Lesung aus dem Alten Testament, ein Zwischengesang, die zweite Lesung aus dem Neuen Testament, das Halleluja-Lied (jetzt in der Fastenzeit fasten wir auch das Halleluja und nehmen einen anderen Ruf), und schließlich als Höhepunkt das Evangelium. Danach hilft uns der Priester, die gehörten Texte besser zu verstehen – und wir versuchen, sie in unser Leben hinein zu „übersetzen“. Wir bekennen unseren Glauben und beten in den Fürbitten für alle Menschen auf der ganzen Welt.
Nun schließt sich die Eucharistiefeier an: Die Feier des Abendmahls Jesu. Darüber haben wir ja letzte Woche schon viel nachgedacht. Mit dem Abschluss – na klar, schließen wir die Messfeier ab. Wir hören vielleicht noch ein paar Mitteilungen, empfangen den Segen und singen das Schlusslied.
Wenn Ihr ein Gotteslob habt, kannst Du ja mal die Nummer 582 aufschlagen. Ab da ist der Ablauf einer Messe aufgeschrieben mit allen Texten und vielen Möglichkeiten. Vielleicht magst Du mal in der Sonntagsmesse mitlesen! Ich habe das als Kind über eine längere Zeit sehr gern gemacht – man muss zwar bereit sein, zwischendurch auch mal weiter zu blättern (weil hintereinander mehrere Dinge zur Auswahl beschrieben sind), aber mit der Zeit kennt man sich aus und versteht einiges besser. Denn dort gibt es auch so manche Erklärungen.
Das Dumme ist nur, dass sie für Erwachsene geschrieben sind. Vielleicht hast Du ja ein Gebetbuch, in dem der Messablauf auch beschrieben und erklärt wird. Das ist vielleicht sogar noch besser zum Mitnehmen. Wenn es Dir gefällt, kannst Du es uns gerne empfehlen, wir freuen uns auf alle Vorschläge!

Was du tun kannst:
- Dir den Ablauf der Messe genauer durchlesen 
- Eine Messe mitfeiern - und alle Fragen, die Dir dabei kommen, stellen bzw. nach Antworten suchen
- Ich selber habe früher in Deinem Alter die Messe aus dem Gotteslob auch manchmal in meinem Kinderzimmer gefeiert. Ok, oft war sie dann schon nach der Predigt zu Ende, aber meinen ganzen Kuscheltieren haben meine Messen immer gut gefallen :-)
- Es gibt auch andere Gottesdienstformen. Welche kennst Du? Welche kennt Deine KoVo-Patin / Dein KoVo-Pate?
- Dein ganz eigenes Gebet aufschreiben

Admin - 10:51 | Kommentar hinzufügen