Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

08.04.2021

Gründonnerstag: Jesus feiert das letzte Abendmahl

Brot ist neben dem Wein das große Erinnerungszeichen für uns Christinnen und Christen. 
Brot ist in fast allen Ländern der Welt als Grundnahrungsmittel bekannt. Gerade Deutschland gilt mit über 400 Sorten Brot als das Brotland schlechthin. Für das Volk Israel war Brot nicht nur ein Grundnahrungsmittel. Brot war auch die Voraussetzung für menschenwürdiges Leben. Menschen, die kein Brot hatten, standen in der Gefahr, sich von Gott abzuwenden. Andersherum hieß es, dass diejenigen, die zu viel Brot hatten die Gefahr drohte, Gott zu vergessen. Deshalb galt das Teilen von Brot mit anderen Menschen, insbesondere mit armen Menschen als Zeichen der Gerechtigkeit.
Wein galt schon im Alten Testament als Zeichen der Freude. Gemeinsames Wein trinken war Ausdruck von Freundschaft und Frieden untereinander.
Das Teilen von Brot und Wein war bei den Israeliten und den Juden war ein Zeichen der Freundschaft, verbunden mit Gerechtigkeit und Frieden und außerdem ein Zeichen, dass Sie unter dem Segen Gottes stehen.
In diesem Zusammenhang steht auch die jüdische Feier des Pessachfestes. Das Fest selbst erinnert an die Befreiung des israelitischen Volkes aus der Sklaverei Ägyptens. Die Geschichte hierzu finden wir im Alten Testament der Bibel, im Buch Exodus. Gott gab ihnen damals den Auftrag ein Erinnerungsfest an jenen Nacht und jenen Tag zu feiern, an dem die Israeliten sich bereit zum Aufbruch machten. Es gibt genau festgelegte Rituale wie Segensgebete über Wein und ungesäuertem Brot (Mazzen), Essen eines einjährigen fehlerfreien Lammes, Frage- und Antwortgespräche zwischen dem Ältesten und dem Jüngsten der Familie.
Auch Jesus war Jude und kannte natürlich die Bräuche der Juden und feierte diese. So auch das Pessachfest. Für uns Christinnen und Christen wandelte sich die Bedeutung in ein Erinnerungs- und Dankmahl. Warum? Lest die Geschichte einmal selbst.
Jesus und die Apostel essen das Paschamahl (Lk 22, 14-20)

Bis heute erinnern Christen und Christinnen sich in jedem Gottesdienst an Jesus, an sein Leben und an seine Worte. Die Hostien sind so wie das Brot der Juden, sowohl zur Zeit Mose beim Auszug aus Ägypten, als auch zur Zeit Jesu: ungesäuert. Das heißt, sie bestehen aus zwei Zutaten: Wasser und Mehl.
Während des Hochgebets in der Messe werden die Hostien gewandelt sich und zum Leib Christi. Dazu erzählt der Priester die Abendmahlsgeschichte nach. Außerdem ist genau das die wichtigste Stelle im Gottesdienst. Deshalb knien wir uns in dem Moment hin. Der Priester spricht dann: “Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach: Nehmet und esset alle davon. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: Nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.”
Das soll heißen: Das bin ich selbst. Ich bin das Brot, das Leben schenkt. Ich möchte dein Freund sein. Ich bin so nah bei dir, dass dir warm ums Herz wird.

Admin - 09:48 | Kommentar hinzufügen

Kommentar hinzufügen

Die Felder Name und Kommentar sind Pflichtfelder.

Um automatisierten Spam zu reduzieren, ist diese Funktion mit einem Captcha geschützt.

Dazu müssen Inhalte des Drittanbieters Google geladen und Cookies gespeichert werden.