Kommunion-Vorbereitung
im Pastoralverbund Warburg

15.04.2021

Wie empfängt man die Kommunion?

Heute geht es um etwas ganz Praktisches. Wie empfange ich die Heilige Kommunion?
Bist du Rechts- oder Linkshänder? Je nachdem, wie du die Frage beantwortest, halte diese Hand vor dich und forme sie wie eine Schale.
Betrachte deine Hand. Deine Hand wird zur Schale. Mit ihr möchtest du Jesus, den Leib Christi, empfangen. Die Hostienschale ist kostbar, durch ihr Gold oder ihre Vergoldung. Deine Hand, zur Schale geformt, wird kostbar, weil du Jesus, deinen Freund, empfängst.
Lege nun deine andere Hand wie eine Schale auf die bereits ausgestreckte, zur Schale geformten Hand.
Jesus möchte zu dir kommen. Du hältst ihm nun deine Hände bittend entgegen. Diese Geste bedeutet so viel, wie: “Ja, Jesus, ich möchte dich gerne bei mir aufnehmen, dass du einen Platz in meinem Herzen einnimmst.”
Bei deiner Kommunion ist nun der Moment, in dem der Priester vor dir steht und dir das kleine Stück Brot, die Hostie, auf deiner Augenhöhe zeigt. Du hast einen kurze Moment, um diese zu betrachten. Der Priester sagt: “Leib Christi”. Das ist eigentlich eine Frage, die meint: “Glaubst du an Jesus, der in diesem Brot ist?” Du antwortest mit “Amen”, was dann bedeutet: “Ja, ich glaube.” Erst dann legt der Priester die Hostie in deine zur Schale geformten Handfläche.
Mit den Fingerspitzen der unteren Hand, in der Schule ist sie deine “Schreibhand”, nimmst du sie nun und steckst sie in den Mund. Wichtig ist: Die Hostie mag für dich aussehen wie Esspapier. Es ist aber der Leib Christi. Deshalb knabberst du nicht an ihr, sondern steckst sie dir komplett in den Mund. Du kannst sie dann auf der Zunge liegen lassen und spüren, wie sie sich langsam auflöst oder du kannst langsam anfangen sie zu kauen.
Danach gehst du an deinen Platz zurück und kniest dich in die Bank. Alles geschieht langsam, in Ruhe, sorgfältig. Bedenke immer: Es ist nicht irgendein Brot, dass du empfängst. Es ist das Brot von Jesus, es ist Jesus selbst. Deshalb empfangen wir es andächtig und in großer Ruhe. Jesus ist nun ganz nah bei dir. Und du kannst ihm dein Herz ausschütten. Danach setzt du dich einfach wieder normal auf deinen Platz.

Ich möchte dir noch einen Vorschlag für ein Gebet geben, dass du im Stillen in der Bank beten kannst. Wenn du magst, kannst du es dir abschreiben und den Zettel mit in deine Erstkommunionfeier nehmen um es dann zu beten:

Gott, Vater im Himmel,
ich möchte dir heute für das schöne Fest danken.
Ich danke dir, dass ich Menschen habe, mit denen ich Freude teilen kann: 
Vater, Mutter, Geschwister und Freunde - 
Menschen, die mich trösten können, wenn es mir nicht gut geht. 
In ihrer Liebe und Freundschaft spüre ich auch deine Nähe und Liebe zu mir.
Ich danke dir für Jesus, der unser Bruder wurde und uns deine Liebe gezeigt hat. 
Wir haben sein Brot miteinander gegessen und sind nun mit Jesus und miteinander verbunden. 
Vater, lass mich das immer besser verstehen.
Amen!

Ein Stück Brot in meiner Hand mir gegeben
dass ich lebe dass ich liebe
dass ich Speise bin für die anderen. 
(Lothar Zenetti)

Admin - 14:13 | Kommentar hinzufügen